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APA-Artikel 2. Mai 2013

Neue Patientenombudsstelle: Gewählt wird vom 14. bis 23. Juni 2013

Die Wahl des neuen Wiener Patientenombudsmanns/-frau findet vom 14. bis 23. Juni 2013 statt. In dieser Zeit können alle in Österreich sozialversicherten Personen, die über 16 Jahre alt sind, mittels SMS-Voting ihren Patientenombudsmann/-frau bestimmen. Es ist dies die erste Wahl eines Patientenvertreters, der nicht von politischen Gremien bestimmt, sondern durch die betroffenen Patienten selbst gewählt wird.

Der Modus dabei ist denkbar einfach: Der Wähler sendet ein SMS an die Telefonnummer 0800 60 50 40 und schreibt 1 für Franz Bittner, 2 für Josef Kandlhofer und 3 für Andrea Schwarz-Hausmann. Danach erhält er ein Retour-SMS, wobei er bestätigen muss, dass er über 16 Jahre alt und in Österreich wohnhaft ist sowie über eine aufrechte Sozialversicherung verfügt.

Franz Bittner, Josef Kandlhofer und Andrea Schwarz-Hausmann wurden in einer Vorauswahl von einer unabhängigen Jury unter Vorsitz von Karin Gutiérrez-Lobos, Vizerektorin für Lehre, Gender & Diversity der Medizinischen Universität Wien, als Kandidaten bestimmt. Insgesamt musste die Jury aus 36 Bewerbungen durch eine Punktevergabe die für sie am besten geeigneten Kandidaten wählen.

Bittner ist ehemaliger Obmann der Wiener Gebietskrankenkasse und war viele Jahre für den Hauptverband der österreichischen Sozialversicherungsträger tätig. Josef Kandlhofer war bis 31. März 2013 Generaldirektor des Hauptverbands der österreichischen Sozialversicherungsträger. Andrea Schwarz-Hausmann ist seit 2002 bei der Pensionsversicherungsanstalt tätig.

Den Wählern entstehen keine Kosten

Für Ärztekammerpräsident Thomas Szekeres stellt vor allem die politische Unabhängigkeit des Wiener Patientenombudsmanns/-frau ein wesentliches Kriterium dar: "Patienten können ihren Ombudsmann beziehungsweise ihre Ombudsfrau des Vertrauens wählen - und das mit einem ganz einfachen Wahlmodus." Lediglich ein Handy sei für die Teilnahme an der Wahl nötig.

Sichergestellt sei, dass von jedem Handy nur einmal gewählt werden kann. Weiters werden keine Personendaten wie Namen, Geburtsdaten oder Hauptverbandsnummern erfasst. "Damit ist gewährleistet, dass die Wahl anonym erfolgt", betont Szekeres. Dem Patienten entstünden auch keine Kosten: "Das Abschicken der zwei SMS-Meldungen ist für die Patienten kostenlos."

Um Manipulationen auszuschließen, wurde mit der technischen Durchführung eine Firma beauftragt, die über ein entsprechendes SMS-Prüfzertifikat verfügt. Zudem wird die Wahl notariell beglaubigt. Szekeres: "Damit garantieren wir die basisdemokratische Legitimation der neuen Patientenombudsstelle."

Zu den umfangreichen Aufgaben des neuen Ombudsmanns/-frau wird die Behandlung von Beschwerden von Personen oder deren Angehörigen gegen Ärztinnen und Ärzte, die Aufklärung von Mängeln oder Missständen, insbesondere in Zusammenhang mit der ärztlichen Versorgung der Wiener Bevölkerung, die Erteilung von Auskünften gegenüber Patienten sowie Ärztinnen und Ärzten, die Prüfung von Anregungen sowie die Abgabe von Empfehlungen, insbesondere gegenüber den Organen der Ärztekammer, gehören.

Ausdrücklich gewünscht wird die Zusammenarbeit mit der Wiener Patientenanwaltschaft und weiteren gesetzlichen beruflichen Vertretungen.

 

apa.at

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