zur Navigation zum Inhalt
 
APA-Artikel 26. April 2013

Nationalrat: Gesundheitsreform 2 - Stöger: Sichert Gesundheitssystem

Gesundheitsminister Alois Stöger (S) hat am Freitag die zum Beschluss anstehende Gesundheitsreform verteidigt. Mit der Novelle werde Sicherheit geschaffen für die Menschen, dass das solidarische Gesundheitssystem weiterentwickelt und für die nächsten Generationen abgesichert werde, sagte der Ressortchef im Plenum des Nationalrats. Auch verhindere man mit der Reform, dass es zu Leistungseinschränkungen im Gesundheitssystem kommt.

Im Gegensatz zu vielen andern Ländern in Europa mache Österreich keine Einschnitte im Gesundheitssystem, sondern baue dieses aus, auch während der Wirtschaftskrise. Dies sei zum Teil auch schon geschehen, sagte Stöger. Er verwies etwa darauf, dass es "in Österreich gelungen ist, die Gebietskrankenkassen zu sanieren" oder mittels der Einführung der elektronischen Gesundheitsakte ELGA die "Zettelwirtschaft wegfällt" und damit mehr Transparenz geschaffen worden sei.

Mit dem nun anstehenden Beschluss der Gesundheitsreform gehe es darum, dass "Ärzte und Krankenhäuser alle gemeinsam einen Behandlungsprozess starten können". Stöger verwies u.a. auf die gemeinsame Planung und Steuerung von Arztpraxen und Spitälern.

Man werde in Zukunft auch mehr Geld zur Verfügung haben, um das Gesundheitssystem weiterzuentwickeln, sagte der Minister. Das Gesetz sieht vor, dass die Kosten in Zukunft zwar weiter ansteigen werden - allerdings geringer als bisher: Die sogenannte "Dämpfung" des Kostenanstiegs soll bis 2016 3,4 Mrd. Euro betragen. Erreichen will man das durch die Festlegung, dass die Ausgaben nicht stärker als das mit 3,6 Prozent pro Jahr erwartete Wirtschaftswachstum (BIP) steigen dürfen.

Kritik an einer Zweiklassenmedizin wies Stöger zurück: "In Österreich haben wir ein exzellentes Gesundheitssystem", gab sich der Ressortchef überzeugt.

apa.at

Zu diesem Thema wurden noch keine Kommentare abgegeben.

Mehr zum Thema

<< Seite 1 >>

Medizin heute

Aktuelle Printausgaben