zur Navigation zum Inhalt
 
APA-Artikel 26. April 2013

Linzer Medizin-Fakultät: Uni Linz verweist auf Synergien

Die Universität Linz hält eine eigene Medizin-Fakultät nach wie vor für wichtig und verweist auf Synergien mit anderen Einrichtungen. Natürlich sei die Verbesserung der Arbeitsbedingungen von Medizinern für die langfristige Sicherstellung der medizinischen Versorgung nötig und unbestritten, so der Wirtschafts-Professor Gerald Pruckner von der Abteilung für Gesundheitsökonomie an der Uni Linz in einer Aussendung. Ungeachtet dessen sei es aber auch erforderlich, für den notwendigen Ärzte-Nachwuchs zu sorgen.

Die Ausbildung vor Ort hält Pruckner für einen "essenziellen Beitrag für die langfristige Sicherstellung der medizinischen Versorgung in Oberösterreich und über die Landesgrenzen hinaus". Zudem würden sich durch bereits vorhandene Forschungsbereiche wie Medizininformatik und -mechatronik an der Uni Linz "exzellente Synergien mit den zahlreichen in Linz angesiedelten Spitälern und den in Oberösterreich stark vertretenen Unternehmen der Medizintechnik" ergeben.

Gegen die Einrichtung einer Medizin-Fakultät an der Uni Linz spricht sich die HochschülerInnenschaft (ÖH) der Medizin-Uni Wien aus. Derzeit würde ein Drittel des Hochschulbudgets in die drei öffentlichen Medizin-Universitäten fließen, hieß es in einer Aussendung. Dennoch würden diese über einen finanziellen Engpass klagen. "Durch die Errichtung einer weiteren medizinischen Fakultät würde sich die finanzielle Lage der bereits bestehenden Unis drastisch verschlechtern, befürchtete Hochschülerschafts-Vorsitzender Christian Orasche. Die Studentenvertreter plädieren statt einer Vermehrung der Absolventenzahlen für eine Neugestaltung der Ausbildungs- und Jobsituation, konkret müsse der "Systemerhalterjob Turnusarzt" reformiert werden.

apa.at

Zu diesem Thema wurden noch keine Kommentare abgegeben.

Mehr zum Thema

<< Seite 1 >>

Medizin heute

Aktuelle Printausgaben