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APA-Artikel 23. April 2013

Linzer Medizin-Fakultät: IV warnt vor überhasteter Entscheidung

Unmittelbar vor Beginn eines Gesprächs zwischen Oberösterreichischer Landesregierung und Bundesregierung im Bundeskanzleramt hat die Industriellenvereinigung (IV) am Dienstagvormittag vor einer überhasteten Entscheidung bei der möglichen Schaffung einer medizinischen Fakultät an der Universität Linz gewarnt. Nach wie vor herrsche ein "eklatanter Mangel an qualifiziertem Personal in den Zukunftsbereichen wie Technik, Produktion, Forschung und Entwicklung", konstatierte IV-Präsident Georg Kapsch in einer Aussendung am Dienstag. Daher müsse vor allem der naturwissenschaftlich-technischen Bereich gefördert werden. "Gerade in Oberösterreich, als einem der stärksten Industrieländer, entsprechen diese Bereiche, im Vergleich zu anderen Bundesländern, keineswegs den geforderten Ansprüchen."

Der Aufbau einer international anerkannten medizinischen Einrichtung - "und nicht nur einer Medizin light" - verlange eine hohe medizinisch-wissenschaftliche Expertise, eine enge Kooperation mit anerkannten Einrichtungen "und vor allem nachvollziehbare und realisierbare Finanzierungspläne für Bund und Land", meinte Kapsch. "Die hohen Investitionsverpflichtungen, die die Universität Linz mit der Errichtung einer medizinischen Fakultät eingehen würde, machen Investitionen in andere Bereiche nahezu unmöglich", warnte der IV-Präsident. Die Politiker müssten daher "jene Prioritäten setzen, die den Innovationsstandort in Österreich für die Zukunft stärken, und das bedeutet, in den Ausbau der naturwissenschaftlich-technischen Bereiche zu investieren". Zusätzlich solle die Möglichkeit "und vor allem die Sinnhaftigkeit einer medizintechnischen Fakultät" in Linz geprüft und analysiert werden.

Heute, Dienstag, Mittag, treffen in Wien Vertreter des Landes Oberösterreich bzw. von Stadt und Uni Linz mit Bundeskanzler Werner Faymann (S) und Wissenschaftsminister Karlheinz Töchterle (V) zusammen, um das oberösterreichische Konzept zur Schaffung einer Medizin-Fakultät an der Uni Linz zu erörtern. Verstärkt werden beide Seiten von oberösterreichischen Ministern.

apa.at

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