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APA-Artikel 22. April 2013

D: Experten: Noch immer Lücken bei Masern-Impfschutz

Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) hat erneut vor Lücken im Impfschutz gegen Masern gewarnt. Insbesondere sollten sich alle nach 1970 geborenen Menschen impfen lassen, wenn sie noch gar keinen Schutz oder nur eine Impfung gegen die Virusinfektion haben, forderte sie am Montag. Anlass war der Start der 8. Europäischen Impfwoche unter dem Motto "Schütze Deine Welt - lass Dich impfen". Gesundheitsminister Daniel Bahr (FDP) erinnerte daran, dass Masern-Patienten in Einzelfällen bleibende Schäden davontragen können.

Die Weltgesundheitsorganisation WHO will Masern bis 2015 europaweit ausrotten. Mit einer ausreichend hohen Impfquote sei dies möglich, sagte der Präsident des Robert Koch-Instituts (RKI) in Berlin. Dazu müssten aus Sicht der Experten 95 Prozent der Schulanfänger eine zweite Masernimpfung haben. Bei Schulanfängern steigt die Impfrate gegen Masern nach RKI-Angaben zwar seit Jahren. Die nötige Quote für die zweite Impfung erreiche in Deutschland derzeit aber nur Mecklenburg-Vorpommern mit 96,1 Prozent.

Experten warnen seit Jahren vor Masern und empfehlen Impfungen. Die Krankheit schwächt das Immunsystem. Als Folgen können bakterielle Infektionen wie Bronchitis oder Mittelohrentzündungen auftreten. Auch Gehirnentzündungen sind möglich. In Deutschland schwankt die Zahl der Masern-Erkrankungen. 2010 wurden dem RKI 780 Fälle gemeldet, 2011 waren es rund 1600 und im vergangenen Jahr 166.

apa.at

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