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APA-Artikel 19. April 2013

Gesundheitsminister Stöger als Gastredner in Harvard

Anlässlich seiner viertägigen Arbeitsreise in die Vereinigten Staaten von Amerika hielt Gesundheitsminister Alois Stöger gestern, Donnerstag, einen Gastvortrag über das österreichische Gesundheitssystem an der renommierten Harvard School of Public Health der Harvard University. Im Rahmen eines Seminars erläuterte der Minister die Säulen und Grundlagen des österreichischen Gesundheitssystems. "Öffentliche und solidarische Gesundheitssysteme wie das österreichische versorgen die Menschen besser als rein privatwirtschaftlich organisierte. Auch die finanziellen Ressourcen werden in öffentlichen Systemen effizienter eingesetzt. Ein Beispiel: Österreich gibt für die Gesundheitsversorgung 11% des BIP aus und es sind alle Menschen versichert. In den USA hingegen, die 17 % ihres BIP für das Gesundheitssystem ausgeben, haben große Teile der Bevölkerung keinen ausreichenden Versicherungsschutz ", bekräftigte Stöger in seinen Ausführungen vor dem Publikum, zu dem auch der Dekan der Harvard School of Public Health, Julio Frenk, zählte.

 

Stöger befindet sich von 16. bis 19. April in den USA und absolviert dort ein umfangreiches Programm. In New York traf der Gesundheitsminister am Mittwoch dieser Woche Martin Sajdik, Österreichs Vertreter bei den Vereinten Nationen sowie Thomas Mayr-Hartig, den ständigen Vertreter der EU bei den Vereinten Nationen. Bei einem weiteren Termin mit Finanzexperten von JP Morgan Chase und Morgan Stanley stand das Thema Finanzierung und Absicherung staatlicher Gesundheitsleistungen im Zentrum.

 

Im Rahmen des Besuchs des Mount Sinai Hospitals von New York wurde Stöger vom Präsidenten des Spitals, David Reich, und dem Mikrobiologen mit österreichischen Wurzeln Peter Palese empfangen. Der Gesundheitsminister informierte sich bei Professor Palese unter anderem über dessen aktuellen Forschungen und Erkenntnisse zum Vogelgrippevirus. Den Abschluss des Aufenthaltes in New York bildete ein Besuch des Austrian Cultural Forum sowie ein Treffen mit dem Direktor des Kulturforums Andreas Stadler.

 

"Ich konnte in den USA viele bemerkenswerte Eindrücke gewinnen und interessante Gespräche führen. Vor allem wurde mir von vielen Seiten bestätigt, dass das österreichische Modell der öffentlich und solidarisch finanzierten Gesundheitsversorgung als großes Vorbild gilt", so Stöger abschließend.

apa.at

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