zur Navigation zum Inhalt
 
APA-Artikel 19. April 2013

D: Verein engagiert sich gegen Verständnis-Probleme beim Arzt

In Deutschland leben rund 16 Millionen Menschen mit Migrationshintergrund. Ein Verein setzt sich dafür ein, dass sie besser über den Besuch beim Arzt und medizinische Angebote informiert werden.

Arztbesuche sind für Menschen mit ausländischen Wurzeln nicht immer einfach - Sprachprobleme und kulturelle Unterschiede stehen häufig im Weg. Abhilfe schaffen wollen mehr als 40 türkischstämmige Ärzte, Zahnärzte und Pharmazeuten, die sich im gemeinnützigen Verein Medical Academy & Care zusammengeschlossen haben. An diesem Samstag (20. April) organisieren sie in Ludwigshafen einen deutsch-türkischen Gesundheitstag.

"Wir wollen die Menschen rund um alle Gesundheitsthemen informieren", sagte Vereinschef Kadir Aksogan, ein Zahnarzt aus Frankenthal, in einem Gespräch mit der Nachrichtenagentur dpa. Schirmherrin des Gesundheitstages ist die Integrationsbeauftragte der Bundesregierung, Maria Böhmer (CDU).

Herzerkrankungen, Depressionen oder Rückenschmerzen - zwar leide die erste Generation der ehemaligen Gastarbeiter unter denselben Krankheiten wie die deutschen Altersgenossen. Doch es gebe kulturelle Unterschiede: "Insbesondere ältere türkische Frauen haben Schwierigkeiten, sich einem deutschen Arzt anzuvertrauen. Ebenso schämen sich ältere türkische Männer, sich vor einer Ärztin auszuziehen."

Vereinsziel ist die Fortbildung von Ärzten, Apothekern und Angehörigen anderer medizinischer Berufe sowie die Beratung von Patienten. Unter anderem soll es künftig alle zwei Jahre einen deutsch-türkischen Gesundheitstag in der Metropolregion Rhein-Neckar geben. Beim ersten an diesem Samstag stehen Vorträge von "A" wie Allgemeinmedizin bis "Z" wie Zahnmedizin auf dem Programm - in deutscher und in türkischer Sprache.

Gespräch: Volker Endres, dpa

apa.at

Zu diesem Thema wurden noch keine Kommentare abgegeben.

Mehr zum Thema

<< Seite 1 >>

Medizin heute

Aktuelle Printausgaben