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APA-Artikel 17. April 2013

Drogen-Substitution: Oberhauser - Gute Sucht- und Drogenpolitik

Zum Thema der Drogen-Substitutionstherapie meldete sich am Mittwoch auch SP-Gesundheitssprecherin Sabine Oberhauser, selbst Ärztin, zu Wort. In Österreich sei die Sucht- und Drogenpolitik sehr gut und breit aufgestellt. In Richtung von Innenministerin Johanna Mikl-Leitner (V), diese ist eine Kritikerin, erklärte sie, dass "Drogentherapie Sache der Expertinnen und Experten, also der Ärztinnen und Ärzte, ist. Niemand würde einem Arzt oder einer Ärztin bei anderen Erkrankungen vorschreiben, mit welchen Mitteln er den oder die Kranke behandeln soll, und es ist hoffentlich parteiübergreifend unbestritten, dass auch Drogensucht eine Krankheit ist".

Die Auswahl des geeigneten Behandlungsmittels müsse "die Ärztin, der Arzt als Expertin bzw. Experte treffen und nicht die Politik" wurde Sabine Oberhauser in einer Aussendung zitiert. Sie lehne es klar ab, "politisches Kleingeld auf Kosten der Suchtkranken zu wechseln".

Die Themen Sucht- und Drogenpolitik würden laufend und in engem Kontakt mit der Ärztekammer im Bundesdrogenforum besprochen, das zweimal jährlich zusammentrete, um drogenpolitische Fragen zu erörtern. "Dazu gehört natürlich auch das Thema Substitutionstherapie", betonte die SP-Gesundheitssprecherin. Man sollte die Behandlung von Suchtkranken den Ärzten überlassen.

Die Kritik der ÖVP im Besonderen am Ersatzmittel retardierende Morphine ist für die SP-Gesundheitssprecherin nicht nachvollziehbar, da Österreich mit dem Einsatz dieses Medikaments laut Expertinnen und Experten sogar Vorreiter sei. Derzeit diskutierten auch andere europäische Länder, retardierende Morphine einzusetzen. Die Politikerin: "Auch der Erfolg der Ersatztherapie gibt uns recht: Es gibt weniger Drogentote, HIV-Infektionen und Drogenkriminalität."

apa.at

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