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APA-Artikel 17. April 2013

NÖ-Landeskliniken-Holding größter Spitalsbetreiber Österreichs

Im Jahr 2005 hat das Land Niederösterreich die ersten Gemeindespitäler in Rechtsträgerschaft übernommen. Heute vereint die NÖ Landeskliniken-Holding 27 Standorte mit 19.900 Beschäftigten und ist damit der größte Klinikbetreiber Österreichs. Mit der Übernahme der Häuser unter ein Dach seien die Kommunen finanziell entlastet und gleichzeitig die bestmögliche Gesundheitsversorgung langfristig sichergestellt worden, zog LHStv. Wolfgang Sobotka (V) am Mittwoch Bilanz.

Anlass für sein Resümee war laut dem Landespressedienst die nach der Landtagswahl am 3. März beschlossene Kompetenzverschiebung in der Landesregierung. Der Finanzreferent bleibt im Gesundheitsbereich mit dem NÖGUS (NÖ Gesundheits- und Sozialfonds) für die Gesundheitsplanung verantwortlich, gibt aber das operative Element der Holding an Landesrat Karl Wilfing (V) ab.

Die 27 Standorte weisen mit mehr als 8.000 Betten konstant über zwei Millionen Belagstage bei einer durchschnittlichen Aufenthaltsdauer von fünf Tagen auf, pro Jahr werden 170.000 Operationen durchgeführt und eine Million Patienten ambulant behandelt. "95 Prozent der Niederösterreicher können innerhalb von 30 Minuten ein Landesklinikum erreichen", betonte Sobotka.

Seit 2008 gebe es insgesamt um 1.000 Mitarbeiter (Vollzeitäquivalente) mehr, die Ärzte-Dienstposten sind von 2004 bis 2012 um 15 Prozent erhöht worden. Die Steigerung im Gesamtaufwand konnte laut Sobotka seit 2008 konsequent unter der Inflationsrate gehalten werden. Der Trägeranteil des Landes sei von 240 Milo. Euro im Jahr 2009 auf rund 100 Mio. im Vorjahr reduziert worden. Gleichzeitig wurden - bei einem Gesamtvolumen des Ausbauprogramms von zwei Mrd. Euro - die jährlichen Bauraten bzw. Investitionen von 72 Mio. Euro im Jahr 2005 auf heuer 237 Mio. gesteigert. Oberste Prämisse dabei sei die Qualität.

Um optimale Strukturen zu schaffen, werde mit Fokus auf Ökologie laufend in Renovierungen, Neu- und Umbauten sowie Ausstattung der Spitäler investiert. Für die Mitarbeiter gebe es ein umfangreiches Bildungsprogramm. Die NÖ Landeskliniken lösen der Aussendung zufolge jährlich eine Gesamtwertschöpfung von über zwei Mrd. Euro aus und seien damit ein wichtiger regionaler Wirtschaftsfaktor.

apa.at

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