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APA-Artikel 16. April 2013

Krankenkassen - Ärztekammer fordert Investitionen

Differenziert beurteilt die Ärztekammer die Übererfüllung der Sparziele durch die Krankenkassen. Präsident Artur Wechselberger sieht darin keinen Grund zu vorbehaltlosem Jubel, sondern vielmehr einen Anlass, das Leistungsangebot der Krankenkassen zeitgemäß zu verbessern. Darüber hinaus müsse dringend in den Ausbau der medizinischen Versorgung im niedergelassenen Bereich - etwa in Gruppenpraxen zur Entlastung der Spitäler und ihrer Ambulanzen - investiert werden, forderte Wechselberger am Montag in einer Aussendung.

"Es ist nicht die primäre Aufgabe der Krankenkassen zu sparen. Sie haben für eine soziale und solidarische Absicherung sowie eine zeitgemäße Gesundheitsbetreuung der Bevölkerung zu sorgen", meinte der Ärztepräsident.

Auch FPÖ-Gesundheitssprecherin Dagmar Belakowitsch-Jenewein betonte, dass die Krankenkassen "kein Sparverein" seien und forderte, die Überschüsse in Leistungen für Versicherte zu investieren. Der Jubel über die "eingesparte" Milliarde ist für Belakowitsch-Jenewein unangebracht. Im Gegensatz zu Gesundheitsminister Alois Stöger (S) ist sie der Meinung, dass die Einsparungen mit massiven Leistungskürzungen teuer erkauft worden seien.

Die Krankenkassen haben laut einem Monitoringbericht des Hauptverbandes der Sozialversicherungsträger, den Stöger am morgigen Dienstag dem Ministerrat vorlegen wird, die von der Politik vorgegebenen Finanzziele in den vergangenen vier Jahren um 946 Millionen übererfüllt. Ihren Schuldenberg haben die Kassen damit fast abgebaut, nur die Wiener Gebietskrankenkasse hat noch Schulden von 150 bis 200 Millionen Euro.

apa.at

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