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APA-Artikel 16. April 2013

FP-Frigo: Wiener Gebietskrankenkasse bilanziert negativ

Laut APA-Meldung haben die österreichischen Krankenkassen ihre Schulden von zwei Milliarden Euro abgebaut. Einzig die Wiener Gebietskrankenkasse ist noch mit rund 150 bis 200 Millionen Euro verschuldet. Der Staat hat dazu 450 Millionen Euro - in drei Tranchen zu je 150 Millionen - beigesteuert. "Es scheint, dass der Sozial- und Ecard-Missbrauch in Wien zumindest Teilschuld am schlechten Ergebnis der Wiener Gebietskrankenkasse haben, denn trotz Leistungskürzungen insgesamt und Reduktion von Kassenplanstellen bei niedergelassenen Ärzten ist das Budget negativ", erklärt der Gesundheitssprecher der FPÖ-Wien, LAbg. Univ.-Prof. Dr. Peter Frigo.

Die FPÖ fordert daher 300 zusätzliche Kassenplanstellen im niedergelassenen Bereich und ganz besonders die Schaffung von Planstellen für Kinder- und Jugendpsychiater. Derzeit gibt es in Wien keinen einzigen Kinderpsychiater mit Kassenvertrag! Insgesamt ist die medizinische Versorgung der Kinder- und Jugendlichen dringend zu verbessern. Es fehlen aber nicht nur Kinderärzte und Therapieplätze, auch im Bereich der Prävention muss mehr getan werden. Was die Ausgaben hierfür betrifft, ist Österreich nämlich EU-weit bei den Nachzüglern, kritisiert Frigo.

Eine Zusammenlegung der Krankenkassen ist daher das einzig richtige. Diese Strukturvereinfachung würde nämlich zu einer deutlichen Einsparung durch weniger Verwaltung und weniger Geschäftsstellen führen sowie auch zu einer gerechteren Verteilung für den Staatsbürger, wie z.B. der Wegfall des Selbstbehalts für alle Versicherten bei positiven Bilanzen, ist Frigo überzeugt.

apa.at

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