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APA-Artikel 15. April 2013

Hilfswerk startet Initiative zur Erkennung und Behandlung von Altersdepression

Das Hilfswerk hat sich das Ziel gesetzt, das häufig unterschätzte Massenphänomen Altersdepression in Angriff zu nehmen. Bei einer Pressekonferenz, heute, Montag, wurde der Start zur Hilfswerk-Jahresinitiative vorgenommen, die betroffenen Menschen und deren Angehörigen helfen soll, Alarmzeichen zu erkennen und rechtzeitig ärztliche Diagnosen und Therapien zu bekommen.

"Wir wollen das Massenphänomen enttabuisieren", sagt Hilfswerk-Präsident Othmar Karas, "die Menschen informieren und dazu ermutigen, rasch das Gespräch mit ihrem Arzt oder ihrer Ärztin zu suchen, wenn der Verdacht besteht, dass eine Depression vorliegen könnte." Das Ausmaß - 10% der 65- bis 70-Jährigen, 16% der 75-Jährigen und 25 bis 30% der 85-Jährigen sind betroffen - und die Auswirkungen sind enorm. "Bei einer schweren Depression schrumpft das Selbsthilfepotenzial der Betroffenen dramatisch", weiß Monika Gugerell, Fachliche Leitung Gesundheit, Familie und Soziales im Hilfswerk. "Ähnlich wie bei einer Alzheimer-Erkrankung können Betroffene nicht mehr selbstständig essen oder ihre Körperpflege durchführen", so Gugerell.

"Depressionen müssen auf jeden Fall behandelt werden, in jedem Alter", ist Reinhold Glehr, Präsident der Österreichischen Gesellschaft der Allgemein- und Familienmedizin überzeugt, der heute bei der Pressekonferenz auch die Ärztekammer Österreich vertrat. "Die Erfolgsaussichten einer entsprechenden Therapie sind sehr hoch und bei modernen Medikamenten sind auch die Nebenwirkungen gering", so Glehr.

Karas bestärkt: "Alle Verantwortlichen, insbesondere auch die Sozialversicherungsträger haben dafür Sorge zu tragen, dass Betroffenen der Weg zur richtigen Therapie ermöglicht wird, seien es therapeutische Maßnahmen wie Rehabilitationen oder eine Behandlung mit modernsten Medikamenten", so Karas.

Das Hilfswerk wird 2013 nicht nur bei den 55 Stopps der Hilfswerk Family Tour kostenlose Ratgeber und Broschüren verteilen, sondern versendet diese Info-Pakete auch gratis an alle interessierten Menschen. Bestellungen werden unter der Servicehotline 0800 800 820 oder unter gerne entgegen genommen.

Partner der Hilfswerk Jahresinitiative sind s Versicherung, s Bausparkasse, Erste Bank und Sparkassen, sowie Neuroth, MyPhone und Apomedica. Der Hilfswerk Fachschwerpunkt "Seelen.Leben. Die Hilfswerk Initiative zu Älterwerden, Psyche und Lebensqualität" wird von Innenwelt und Lundbeck unterstützt. Dabei wurden auch etwa 3.000 Hilfswerk-Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter geschult, um Betroffene und deren Angehörige bei seelischen Erkrankungen zu unterstützen.

apa.at

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