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APA-Artikel 9. April 2013

Wiener FPÖ fordert Zusammenlegung der Krankenkassen

Die Wiener FPÖ fordert die Zusammenlegung der Krankenkassen. Eine solche Maßnahme würde "Hunderte Millionen Euro" sparen, zeigte sich der blaue Gesundheitssprecher und Gemeinderatsmandatar Peter Frigo überzeugt. In einem ersten Schritt sollten die Leistungen angeglichen und die Anlaufstellen vereinheitlicht werden, empfahl er am Dienstag in einer Pressekonferenz. Die gewünschte Fusion ist Teil des neuen Wiener FP-Gesundheitskonzeptes. Dieses sieht auch mehr Kassenstellen und eine eigene Gesundheitsholding vor.

"Wir Freiheitliche wollen kein Kaputtsparen des Gesundheitssystems, sondern echte Reformen", beteuerte Frigo. Die Zusammenlegung der Kassen stünde hier an erster Stelle. Dies wäre auch für Patienten einfacher und übersichtlicher, versicherte er. Denn derzeit habe jede Krankenkasse eigene Niederlassungen oder auch einen eigenen Chefarzt.

Laut Frigo sollte auch eine Angleichung der Tarife und danach eine Gleichstellung der Budgets erfolgen - und auch Personal, etwa in den Direktorien, eingespart werden. Dass die Gefahr bestehe, dass durch eine Vereinheitlichung der Tarife es für Versicherte teurer werde, glaubt der FP-Politiker nicht. Zumindest ist dies im blauen Konzept nicht so vorgesehen: Denn die FPÖ sei etwa prinzipiell gegen Selbstbehalte, wie Frigo erläuterte.

Die Stadt-Blauen empfehlen weiters die Schaffung einer "Wiener Gesundheitsholding". Sie soll sowohl die Spitäler als auch den niedergelassenen Bereich aus einer Hand finanzieren. Wobei letzterer gestärkt werden müsse, wie die Freiheitlichen fordern. Denn derzeit würden 300 Kassenplanstellen fehlen, hieß es. Eine Aufstockung würde unter anderem die Wartezeiten in den Ordinationen bzw. Ambulanzen reduzieren.

Nötig wären laut Frigo auch mehr Ausbildungsplätze für Turnus- und Fachärzte in den Gemeindespitälern, eine "gerechte Bezahlung" aller Mitarbeiter des Wiener Krankenanstaltenverbundes oder eine 24-Stunden-Versorgung in der Zahn- und Kinderheilkunde. Kritik setzte es hingegen für die jüngst zwischen Bund und den Ländern vereinbarte Gesundheitsreform - etwa an der Deckelung der öffentlichen Gesundheitsausgaben - laut Frigo um 11 Mrd. Euro bis 2020. Diese würde das Budget um 33 Prozent reduziert, warnte der Wiener FPÖ-Gesundheitssprecher.

apa.at

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