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APA-Artikel 8. April 2013

Weltgesundheitstag - Oberhauser: Doppelbelastung kann krank machen

"Schätzungen zufolge leiden etwa 2 Millionen Menschen in Österreich an Bluthochdruck. Die Ursachen sind häufig zu wenig Bewegung und ungesunde Ernährung, aber auch andere Faktoren wie Stress können sich negativ auswirken. Daher brauchen wir nicht nur Verhaltensprävention, sondern vor allem auch Verhältnisprävention. Das betrifft eine gesunde Ernährung, die für alle leistbar sein muss, ein gesundes Wohnumfeld, Gesundheitsförderung am Arbeitsplatz und eine Schule, die auch Bewegung und gesunde Ernährung bietet", so SPÖ-Gesundheitssprecherin Sabine Oberhauser anlässlich des Weltgesundheitstages gegenüber dem Pressedienst der SPÖ. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat den Weltgesundheitstag daher heuer unter das Schwerpunktthema "high blood pressure" ("Bluthochdruck") gestellt.

"Bluthochdruck ist längst keine Männer- oder Manager-Angelegenheit mehr: Frauen finden sich großteils immer noch in den klassischen Rollenbildern wieder, wenn es um die Vereinbarkeit von Beruf und Privatem geht. Diese Doppelbelastung verursacht Stress und Bluthochdruck und kann in weiterer Folge zu Schlaganfällen und Herzinfarkten führen, die mehr als die Hälfte aller Todesfälle in Österreich ausmachen. Ein besonderes Augenmerk ist in diesem Zusammenhang auf die Gender-Medizin zu legen, die die notwendigen Behandlungsunterschiede zwischen Frau und Mann erforscht, um genderspezifische Behandlungsmethoden in die moderne Medizin einfließen zu lassen. Bekannt sind etwa die Symptomunterschiede bei einem Herzinfarkt: während Männer über Druckschmerzen in der Brust klagen, konnte bei Frauen festgestellt werden, dass diese über Schmerzen im Kiefer, im Rücken oder im Bauchraum klagten. Dadurch wird ein Herzinfarkt bei Frauen sehr leicht übersehen. Das Risiko, an einem Herzinfarkt zu sterben, ist somit für Frauen höher als für Männer. Zusätzlich haben Frauen ab 50 ein doppelt so hohes Herzinfarkt-Risiko", so Oberhauser.

apa.at

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