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APA-Artikel 8. April 2013

FPÖ will mehr Schutz für Kinder vor Elektrosmog

Die FPÖ setzt sich für einen besseren Schutz von Kindern vor Elektrosmog ein. Bei der Nutzung von Mobiltelefonen tritt im Kopf eine Absorption hochfrequenter elektromagnetischer Felder auf, die durch die so genannte spezifische Absorptionsrate (SAR) - einem Maß für den auf die Gewebemasse bezogenen Leistungsumsatz (W/kg) - quantifiziert wird. Die Begrenzung dieser Absorptionsrate ist ein international akzeptiertes Strahlenschutzkriterium im Bereich hochfrequenter elektromagnetischer Felder. Je geringer dieser Wert ist, desto geringer sind auch die gesundheitlichen Bedenken und ein allfälliges Krebsrisiko.

FPÖ-Vizeparteiobmann Norbert Hofer: "Besonders bei Kindern ist ein Gesundheitsrisiko nicht auszuschließen, da die hochfrequente Strahlung aufgrund der dünneren Schädelknochen noch tiefer eindringen kann. Kinder stehen jedoch immer mehr im Fokus von Werbemaßnahmen der Mobilfunkbetreiber. In Österreich haben bereits mehr als 90 Prozent der 13- bis 14-Jährigen ein Handy, bei den 6- bis 10-Jährigen ist es fast jedes zweite Kind, Tendenz steigend. Es ist für Eltern daher sehr wichtig zu wissen, wie hoch der SAR-Wert eines Mobiltelefons ist, das sie ihren Kindern kaufen."

Viele Hersteller geben die SAR-Werte in den Bedienungsanleitungen an. Um die Konsumenten ausreichend zu informieren, setzt sich die FPÖ dafür ein, die Hersteller zur Angabe des SAR- Wertes auf der Verpackung des Mobiltelefons zu verpflichten. Dieser Vorschlag wurde von der FPÖ auch als Antrag im Nationalrat eingebracht und von SPÖ und ÖVP bisher mit der Begründung abgelehnt, die Eltern könnten sich ja vor dem Kauf im Internet informieren. "Das geht aber an der Praxis vorbei, weil sich viele Eltern erst im Geschäft entscheiden, welches Modell gewählt wird und nur selten wird ein Berater herbeigebeten und nach dem SAR-Wert gefragt. Der SAR-Wert muss daher klar auf der Verpackung angegeben sein", begründet Hofer die freiheitliche Initiative.

apa.at

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