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APA-Artikel 5. April 2013

VAMED und RLB Oberösterreich steigen bei Therapiezentrum Enns ein

Der Gesundheitsdienstleister VAMED und die Raiffeisenlandesbank (RLB) Oberösterreich steigen in ein geplantes Therapie- und Rehazentrum für Neurologie und Pulmologie in Enns in Oberösterreich ein. Es handelt sich um ein Nachfolgeprojekt im Zusammenhang mit der Spitalsreform für das Landeskrankenhaus Enns. Das geht aus den Unterlagen einer Pressekonferenz am Freitag in Linz hervor, in der Landeshauptmann Josef Pühringer (V) das Vorhaben präsentierte.

Das bisherige Krankenhaus soll um 15 Mio. Euro umgebaut werden. Geplant sind 60 neurologische und 40 pulmologische Rehabilitationsbetten, die ab Anfang 2015 zur Verfügung stehen sollen. Das künftige Angebot soll dem Bedarf in Oberösterreich entsprechen, der bisher nicht gedeckt werden konnte. Die neue Einrichtung wird den Status einer Sonderkrankenanstalt haben. Die Umwandlung wurde durch eine Kooperation der Pensionsversicherungsanstalt mit dem Land möglich.

An der zu gründenden Betreiber-Gesellschaft "Therapiezentrum Enns GmbH" ist ein Konsortium aus VAMED und Raiffeisenlandesbank mit 67 Prozent beteiligt. Der landeseigene Krankenhausträger, die Oö. Gesundheits- und Spitals-AG (gespag), wird die restlichen 33 Prozent halten. RLB-Generaldirektor Heinrich Schaller verwies darauf, dass sich seine Bank bei der Finanzierung von Gesundheitseinrichtungen mehrfach engagiert hat, unter anderem beim Unfallkrankenhaus Linz und weiteren Spitälern, mit einem Gesamtvolumen von 503 Mio. Euro. VAMED-Generaldirektor Ernst Wastler stellte fest, das Unternehmen bringe sein umfassendes Know-how ein, das es bei der Planung, Errichtung und beim Betrieb von mehr als 600 Gesundheitseinrichtungen in 70 Ländern erworben habe.

Das Spital in Enns wurde 1894 als "Kaiser Franz Josef Krankenhaus" erbaut, von einem Orden geführt und diente hauptsächlich als Lazarett. Später wurde es zu einem städtischen und zu einem Landes-Spital. 2005 wurde es rechtlich, wirtschaftlich und organisatorisch an des Landeskrankenhaus Steyr angegliedert. Der Großteil der Mitarbeiter wechselte dorthin sowie in die Landesnervenklinik. Je nach Bedarf des künftigen Therapiezentrum soll ihnen die Möglichkeit zur Rückkehr geboten werden.

apa.at

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