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APA-Artikel 5. April 2013

FPÖ: Strache warnt vor gravierendem Ärztemangel in Österreich

FPÖ-Bundesparteiobmann HC Strache betonte heute, dass die Freiheitlichen voll und ganz hinter den Patienten, den Patientenrechten und unseren Ärzten stehen, und warnte davor, dass Österreich ein gravierender Ärztemangel bevorstehe, der sich schon jetzt deutlich abzeichne.

Bereits heute herrsche nämlich im ländlichen Bereich ein Mangel an Ärzten, der sich weiter zuspitzen werde, weil in den nächsten zehn Jahren ein Drittel der heute tätigen Ärzte in Pension gehen wird. Auch in Spitälern am Land würden bereits jetzt Ärzte fehlen. Außerdem gebe es an den Universitäten zu wenige Ausbildungsplätze für Österreicher. Dadurch sei die medizinische Versorgung in Zukunft nicht mehr gesichert, kritisierte Strache. Es drohe ein Zwei-, Drei- oder aufgrund der unterschiedlichen Bundesländer sogar Neun-Klassen-Medizin. Gesundheitsminister Stöger erkenne das Problem entweder nicht oder ignoriere es. Stattdessen führe er immer nur zusätzliche Gremien ein und verkaufe dies als Gesundheitsreform.

Es brauche umgehend neue und zusätzliche medizinische Ausbildungsplätze für Österreicher, wobei Strache nachdrücklich die Schaffung einer Medizin-Universität in Oberösterreichs Landeshauptstadt Linz einforderte. Unumgänglich sei auch eine Verlagerung der Leistungen vom stationären in den niedergelassenen Bereich mit entsprechender Honorierung der niedergelassenen Ärzte. Die Kosten für entstehende Leistungen müssten auch entsprechend durch die Sozialversicherungsträger honoriert werden. Es sei zudem dringend nötig, einen gemeinsamen einheitlichen Bundesfinanzierungstopf sicherzustellen.

Ebenso seien alle Maßnahmen zu ergreifen, dass Medizinstudenten dual im niedergelassenen und im stationären Bereich ausgebildet werden und somit die Schnittstelle zur Nahtstelle wird. Die Arbeitszeitgesetze müssten der Praxis eines Spitalbetriebs angepasst werden. Man müsse Bürokratie abbauen. "Im Vordergrund muss die Versorgung der Patienten stehen", betonte Strache. Es gehe um die Förderung und Sicherstellung der Versorgung der Österreicher. Wenn nicht schleunigst gehandelt werde, drohe ein gesundheitspolitischer Kollaps.

apa.at

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