zur Navigation zum Inhalt
 
APA-Artikel 28. März 2013

FP-Frigo: Sinkende Obduktionsraten verfälschen Drogentoten-Statistik

Mit etwa 180 Drogentoten im Jahr weist die österreichische Statistik eine stabile Zahl aus, die von der Realität jedoch längst überholt ist, macht der Wiener FPÖ-Gesundheitssprecher LAbg. Univ.-Prof. Dr. Peter Frigo aufmerksam. Denn von 363 gemeldeten Verdachtsfällen im Vorjahr wurde ein Teil nicht genauer untersucht und fiel mit "Todesursache unbekannt" aus der Statistik. Obduziert wird nur dann, wenn der Verdacht besteht, "dass der Tod durch ein strafbares Verhalten einer anderen Person verursacht wurde".

 

Auf diese Art und Weise gröblich verfälscht, gibt die Statistik keinerlei Aufschluss über die tatsächliche Entwicklung auf diesem Sektor. Die Antwort der zuständigen SPÖ-Stadträtin Wehsely auf eine dahingehende FPÖ-Anfrage, wonach sie "die Aufrechterhaltung einer hohen Obduktionsrate bei den zuständigen Bundesdienststellen eingemahnt(!) habe, kann nur als Ausflucht und Schuldeingeständnis gewertet werden.

 

Wehsely soll zuerst einmal vor ihrer eigenen Türe kehren und dafür sorgen, dass die Obduktionen in Wien nicht in einem Container am Zentralfriedhof und diversen Spitälern sondern wieder unter einem Dach stattfinden können. Da man mit der Uni-Wien nach wie vor keine Einigung über eine gemeinsame Lösung gefunden hat, fragt man sich auch, warum sich SPÖ und Grünen einen 210.000 Euro teuren Universitätsbeauftragten leistet, meint Frigo. 

apa.at

Zu diesem Thema wurden noch keine Kommentare abgegeben.

Mehr zum Thema

<< Seite 1 >>

Medizin heute

Aktuelle Printausgaben