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APA-Artikel 21. März 2013

Hüftprothesen - Stöger pocht auf medizinische Entscheidung

In der Debatte um Kontingentierungen bei Hüftoperationen pocht Gesundheitsminister Alois Stöger (S) auf die medizinisch-fachliche Entscheidung bei der Auswahl der Prothese. Der Wiener Ärztekammer-Präsident Thomas Szekeres wertete das Vorgehen in Oberösterreich als Beleg für schon seit Längerem befürchtete Einsparungen.

Alle Menschen müssten selbstredend die Leistungen bekommen, die sie brauchen, hieß es im Gesundheitsministerium. Dabei müsse in jedem Fall die optimale Behandlung von höchster Qualität gewährleistet sein. "Welches Arzneimittel oder Medizinprodukt eingesetzt wird, ist nach medizinisch-fachlichen, nicht nach ökonomischen Kriterien zu entscheiden", so die Stellungnahme Stögers.

Ähnlich sieht man das in der Österreichischen Gesellschaft für Orthopädie. Ein nur fünfprozentiger Anteil der langlebigen Keramik-Prothesen reiche sicher nicht, sagte Generalsekretär Alexander Giurea im Ö1-"Mitagsjournal". Den Patienten sei bestes Material zur Verfügung zu stellen, die Entscheidungshoheit darüber liege beim Arzt. Es wäre nicht zu tolerieren, würde diese von Verwaltungsorganisationen unterwandert.

Für die Wiener Ärztekammer warnte Szekeres in einer Aussendung davor, mittels Rationierungsmaßnahmen die Gesundheit der Patienten in Österreich zu gefährden. "Diese Entwicklung ist äußerst bedenklich und darf in Zukunft nicht Schule machen."

apa.at

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