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APA-Artikel 21. März 2013

Hüftprothesen - LH Pühringer: Keine Zwei-Klassen-Medizin

Oberösterreichs LH Josef Pühringer (V) wies den Vorwurf einer Zwei-Klassen-Medizin bezüglich der Ergebnisse eines ärztlichen Arbeitskreises der gespag zur Endoprothetik sowie einen Zusammenhang mit der oö. Spitalsreform scharf zurück. Es bleibe selbstverständlich ausschließlich eine individuelle Entscheidung des behandelnden Arztes, welche die best geeignete Prothese für den jeweiligen Patienten sei, so der Gesundheitsreferent in einer Presseaussendung. Die Erhaltung der hohen Qualität der Gesundheitsversorgung sei ihm ein ganz besonderes Anliegen.

FPÖ-Klubobmann Günther Steinkellner forderte indes Aufklärung über einen gespag-Sparkurs. Es sei ausgemachte Sache gewesen, dass es im Rahmen der Spitals- und Gesundheitsreform zu keinerlei Verschlechterungen für die Patienten kommen werde. "Ich fordere den Gesundheitsreferenten, Landeshauptmann Pühringer, auf, hier die Fakten klar auf den Tisch zu legen."

Durch die Maßnahme erwarte sich die gespag Einsparungen in der Höhe von rund 700.000 Euro, hieß es in einer Aussendung der Ärztekammer für Oberösterreich. Sie fordert eine Prüfung und Evaluierung dieser Vorgangsweise durch unabhängige Fachexperten auf der Basis von validen Studien. Nur so könne die Vorgangsweise beurteilt werden. Weiters müsse die Prämisse gelten, dass die Patienten weiterhin die beste Versorgung erhalten und die besten Materialien eingesetzt würden.

Hier zeige sich einmal mehr, dass die von SPÖ und ÖVP vielbejubelte Gesundheitsreform grandios gescheitert sei, so der freiheitliche Ärztesprecher Andreas Karlsböck. Dieser erste Fall von massiven Leistungskürzungen in Oberösterreich sei nur die Spitze des Eisbergs der gescheiterten Reform, befürchtete er weitere Verschlechterungen auch für Patienten in anderen Bundesländern.

apa.at

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