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APA-Artikel 13. März 2013

Oö. Ordensspitäler: Sturm auf Landeskrankenhäuser blieb aus

Der Streik in den oberösterreichischen Ordensspitälern hat am Mittwoch zu keinem erhöhten Patientenaufkommen in den Landeskrankenhäusern geführt. Das teilte der Spitalsträger des Landes, die gespag, am Nachmittag auf APA-Anfrage mit. Auch seien im Vorfeld keine Operationen oder andere Eingriffe von den Ordens- in die Landeshäuser verlegt worden. Zur Sicherheit habe man aber mehr Personal vorgehalten, so eine Sprecherin.

Im vom Streik betroffenen Krankenhaus der Elisabethinen in Linz habe es eingeschränkten Betrieb gegeben, berichtete der Ärztliche Leiter Stefan Meusburger. Unter anderem wurde nur in einem von sieben Sälen operiert, Ambulanztermine seien selektiv wahrgenommen worden. Er bekundete grundsätzliches Verständnis, dass die Mitarbeiter eine entsprechende Entlohnung wollen. Die Krankenhaus-Leitung sehe den Streik aber nicht als probates Mittel, diese Forderung durchzusetzen.

Gesundheitsreferent LH Josef Pühringer (V) kündigte am Mittwoch an, dass er mit den Vertretern der Orden in den nächsten Tagen nochmals die Situation ausloten werde, ehe man wieder Gespräche mit der Gewerkschaft aufnehme. Mittel- bis langfristig sei es nötig, die Mitarbeiter unabhängig von den Rechtsträgern oder Eigentümern der Krankenhäuser gleich zu entlohnen. Gemeinsam mit dem Sprecher der Ordensspitäler, Peter Ausweger, appellierte er an die Arbeitnehmervertretung, sich zu bewegen.

Die Gewerkschaft, die die rund 10.000 Beschäftigten der acht Ordensspitäler vertritt, verlangt nach einem "Abspeisen" unter der Inflationsrate im vierten Jahr in Folge eine Teuerungsabgeltung oder eine unbefristete Verkürzung der Wochenarbeitszeit von derzeit 40 auf 39 Stunden. Beim Angebot der Gegenseite, das nicht angenommen wurde, handle es sich um "ein sogenanntes Jahres-Achtundvierzigstel, also nur 50 Minuten Zeitguthaben bei 40 Stunden Arbeit, gleichzeitig eine Abwertung der Überstundenzuschläge und eine geringere Bezahlung der Rufbereitschaft". Laut Berechnungen ergebe dieses Paket ein Reallohnminus, so Verhandlungsführerin Sonja Reitinger.

apa.at

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