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APA-Artikel 12. März 2013

FSME - Impfaktion der GKK in der Steiermark abgesagt

In der Steiermark wird die Gebietskrankenkasse (GKK) entgegen langjährigen Gepflogenheiten in diesem Jahr vorläufig keine Impfungen gegen die vor allem von Zecken übertragene Gehirn- bzw. Gehirnhautentzündung (FSME) durchführen. Grund ist, dass die Lieferung durch den Hersteller Novartis nicht rechtzeitig eintreffen werde, wurde von einem Sprecher der GKK ein Bericht des ORF Steiermark vom Wochenende bestätigt. Andere Bundesländer sind davon offenbar nicht betroffen.

Aufgrund der verspäteten Lieferung habe man die Aktion in diesem Jahr komplett abgesagt. Menschen, die sich bisher bei der GKK immunisieren ließen, können zu den Impfstellen des Landes in den Bezirkshauptmannschaften und dem Grazer Magistrat ausweichen. Die FSME-Impfung gibt es auch in ganz Österreich bei den niedergelassenen Allgemeinmedizinern.

Zu dem Impfungen leistet die GKK einen Zuschuss von 3,70 Euro. In Graz und den Außenstellen der Steiermärkischen Gebietskrankenkasse in den Bezirken hatten sich im Jahr 2012 rund 25.000 Menschen impfen lassen. Grund für den Engpass soll ein produktionsbedingter Ausfall beim Hersteller sein. Aus dem Büro der steirischen Gesundheitslandesrätin Kristina Edlinger-Ploder (V) hieß es, man beziehe den Impfstoff vom Hersteller Baxter. Laut Landessanitätsdirektion gebe es keinen Engpass, und es sei auch keiner zu erwarten.

Im Burgenland werden Zeckenimpfungen nicht direkt bei der Burgenländischen Gebietskrankenkasse (BGKK) durchgeführt, so BGKK-Direktor Christian Moder zur APA. Geimpft werde einerseits bei Betriebsaktionen von großen Firmen oder andererseits beim Hausarzt. Probleme mit der Lieferung des Impfstoffs gebe es keine. Diesen bekomme man von der Firma Baxter: "Dort gibt es keine Engpässe", so Moder.

Ebenfalls keine Engpässe gibt es bei der GKK in Kärnten. "Wir führen nämlich keine Zeckenimpfungen durch, wir leisten jedoch einen Zuschuss zur Impfung", hieß es seitens der KGKK auf Anfrage der APA. Im abgelaufenen Jahr 2012 wurde der Zuschuss in der Höhe von 3,70 Euro rund 72.300 Versicherten gewährt. Dafür wendete die Kärntner GKK rund 268.000 Euro auf.

In Tirol ist eine verspätete Lieferung des Zeckenimpfstoffes kein Thema. Diesen Service biete die Tiroler Gebietskrankenkasse schlicht und einfach nicht an, hieß es. Auch in Salzburg führt die GKK keine Impfungen durch, sondern leistet nur einen finanziellen Zuschuss bei niedergelassenen Ärzten. Zwar gebe es hier einen Engpass beim Impfstoff von Novartis, allerdings liefere Baxter ganz normal, sodass es offenbar zu keinen Problemen komme.

Die Wiener Gebietskrankenkasse (WGKK) führt zwischen 4. März und 31. Juli ihre alljährliche Zeckenschutz-Impfaktion durch. Dabei verrechnen die Ärzte in den WGKK-Gesundheitszentren zwar kein Honorar, zur Impfung muss allerdings der in der Apotheke gekaufte Impfstoff mitgebracht werden. Kinder ab dem ersten Lebensjahr können im genannten Zeitraum in der Kinderambulanz des Gesundheitszentrums Wien-Nord nach vorheriger telefonischer Terminvereinbarung geimpft werden, Säuglinge bis zum vollendeten ersten Lebensjahr müssen weiterhin zum behandelnden Kinderarzt.

apa.at

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