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APA-Artikel 8. März 2013

Oö. Ordensspitäler - Kommenden Mittwoch wird wieder gestreikt

Kommenden Mittwoch wird in den acht oberösterreichischen Ordensspitälern neuerlich gestreikt. Die Vertreter der Beschäftigten sehen sich zu diesem Schritt im Kampf um ihre Löhne gezwungen. Das Tags zuvor von Arbeitgebern und LH Josef Pühringer (V) vorgelegte Angebot hätte ein Reallohnminus und kollektivvertragliche Verschlechterungen bedeutet, so Verhandlungsführerin Sonja Reitinger nach u.a. mobilen Betriebsversammlungen am Donnerstag in der Linzer Innenstadt in einer Presseaussendung.

Die Gewerkschaft verlangt nach einem "Abspeisen" unter der Inflationsrate im vierten Jahr in Folge eine Teuerungsabgeltung oder eine unbefristete Reduktion der Arbeitszeit von 40 auf 39 Wochenstunden. "Das sind unsere Minimalforderungen, weiter nach unten können wir nicht mehr gehen", so Reitinger. Beim Angebot der Gegenseite handle es sich aber um "ein sogenanntes Jahres-Achtundvierzigstel, also nur 50 Minuten Zeitguthaben bei 40 Stunden Arbeit, gleichzeitig eine Abwertung der Überstundenzuschläge und eine geringere Bezahlung der Rufbereitschaft".

Berechnungen hätten ergeben, dass dieses Paket trotz einprozentiger Erhöhung ein Reallohnminus von zumindest 0,2 bis 0,7 Prozent bedeute. "Das soll ein faires Angebot sein?", fragte die Verhandlungsführerin. Gesundheits- und Finanzreferent Pühringer betonte am Vortag nach dem Gipfelgespräch: "Wir können uns nicht mehr bewegen."

Die Gegenüberseite versuche, der Gewerkschaft den Schwarzen Peter zuzuschieben. Das verärgere die Beschäftigten. "Es gibt wohl niemanden, der mehr Interesse an einer Einigung hat, wie wir Mitarbeiter", so Erwin Deicker, Betriebsratsvorsitzender des Krankenhauses der Barmherzigen Brüder in Linz. "Wenn wir aber in den Arbeitskampf gezwungen werden, dann werden wir ihn auch führen." Die Notversorgung in den Spitälern werde auch kommenden Mittwoch aufrechterhalten. Es gebe aber Pläne für weitere Streiks, sagte Reitinger, bis ein akzeptables Angebot vorliege.

Bereits im Februar hatten 2.000 Beschäftigte in Warnstreiks ihre Arbeit niedergelegt. Normal seien 4.000 Mitarbeiter von insgesamt 10.000 in acht Spitälern pro Tag im Dienst. Die Patienten mussten zwar längere Wartezeiten in Kauf nehmen, hatten aber laut Auskunft der Krankenhäuser großteils Verständnis für die Kampfmaßnahmen.

apa.at

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