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APA-Artikel 7. März 2013

Grünewald: Konflikt um übervolle Ambulanzen und kleine Spitäler realitätsnah lösen

"Es ist eine Tatsache, dass PatientInnen in bestimmten medizinischen Sonderfächern oft wochenlang und manchmal sogar Monate auf einen Termin warten müssen. Tatsache ist auch, dass die Wartezeiten in den überfüllten Spitalsambulanzen für PatientInnen oft Stunden betragen. Es hilft weder den PatientInnen noch den ÄrztInnen und Schwestern, wenn man versucht, mit Zahlen vorzuhüpfen, dass alles bestens, ja geradezu hervorragend ist", kritisiert der Gesundheitssprecher der Grünen, Kurt Grünewald, die derzeitige Auseinandersetzung. "Ziel der Gesundheitsreform ist bekanntlich eine Stärkung des niedergelassenen Bereiches. Hier sollen flexiblere Angebote und Öffnungszeiten sowie eine Ausbildungsreform für AllgemeinmedizinerInnen verwirklicht werden. Das ist in einem 15a Vertrag zwischen Bund und Ländern bereits unterschrieben und fixiert", hält Grünewald fest.

 

Als problematisch sieht Grünewald, dass sich über den Stellenplan des niedergelassenen Bereiches Länder und Kassen zu einigen haben. "Da die Länder bei ihren Spitälern und die Kassen im niedergelassenen Bereich sparen wollen, drohen hier weitere Konflikte und Verzögerungen in der Umsetzung der Gesundheitsreform", gibt Grünewald zu bedenken. "Die Grünen unterstützen alle Pläne der Profilbildung und Qualitätssicherung im Bereich der Krankenanstalten. Operationszahlen müssen jedoch differenzierter betrachtet werden, da auch die Zahl der Eingriffe pro Arzt berücksichtigt werden müsste. Klar ist jedoch, dass bestimmte schwierige und seltene Eingriffe auf bestimmte Schwerpunktkrankenhäuser und Zentren der Spitzenversorgung reduziert werden sollten", fordert Grünewald. "Dass viele dieser Probleme ihre Ursache in einem beträchtlichen Kompetenzdschungel und in einem überbordenden Föderalismus haben, zeigen seit Jahren zahlreiche ExpertInnen auf, aber niemand findet den Mut, den heißen Brei anzurühren."

apa.at

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