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APA-Artikel 7. März 2013

Österreich-Premiere für neue Methode gegen Bluthochdruck im AKH Linz

Eine laut Spital erstmals in Österreich eingesetzte Methode zur Behandlung von Bluthochdruck findet seit kurzem im Linzer Allgemeinen Krankenhaus (AKh) Anwendung. Ein neues Kathetersystem verkürzt den Eingriff und reduziert den Einsatz von Röntgenstrahlung, Kontrast- und Schmerzmitteln. Das Krankenhaus informierte am Donnerstag über die medizinische Österreich-Premiere.

Rund 2,7 Millionen Österreicher leiden unter Bluthochdruck. Um schwerwiegende Folgen wie Schlaganfälle oder Herzinfarkte zu vermeiden, schlucken viele Patienten ihr Leben lang Tabletten. Bei fast jedem Zehnten bringen Medikamente aber nicht den gewünschten Erfolg.

Seit drei Jahren werden die Betroffenen im AKh mittels Katheter behandelt. Bei der renalen Sympathikus-Denervierung werden Nervenfasern rund um die Nierenarterien mit Hochfrequenzimpulsen verödet. Bei 200 Patienten brachte das langfristig Erfolg. Das neue Kathetersystem, das bisher bei neun Personen zum Einsatz kam, ist wesentlich schonender. "Es lässt sich sehr gut manövrieren und damit auch exakt positionieren. Die Energieabgabe über mehrere Elektroden verkürzt die Prozedurdauer und hilft, Kontrastmittel und Röntgenstrahlen einzusparen", erklärte Kardiologe Michael Grund die Vorteile.

apa.at

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