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APA-Artikel 7. März 2013

Infektionsschutz im Krankenhaus: gesetzliche Regelungen in Deutschland

Das bundesweite Infektionsschutzgesetz soll seit dem Jahr 2001 die Hygienequalität in Krankenhäusern verbessern. 2011 wurde es verschärft. Ziel ist vor allem, die Zahl der Infektionen mit Krankheitserregern, die gegen Antibiotika resistent sind, zu vermindern. Die Bundesländer wurden zum Beispiel verpflichtet, den Personalschlüssel für Hygienefachkräfte in Kliniken festzulegen und Präventionsmaßnahmen zur Infektionsvermeidung zu treffen. Um Hygiene in Krankenhäusern kümmern sich verschiedene Fachgruppen:

- Kommission für Krankenhaushygiene und Infektionsprävention: Sie sitzt am Berliner Robert Koch-Institut und gibt konkrete Ratschläge für die Hygienemaßnahmen in Kliniken, von der Anbringung der Händedesinfektionsmittelspender bis zur Ausbildung des Personals

- Antibiotika-Resistenz-Surveillance: Das System ist seit 2007 ebenfalls am Robert Koch-Institut angesiedelt und dient speziell der Erfassung antibiotika-resistenter Erreger. Seit 2009 müssen Methicillin-resistente Stämme des Erregers Staphylococcus aureus (MRSA) aus Blut oder Liquor (Gehirn- oder Rückenmarksflüssigkeit) an das Robert Koch-Institut gemeldet werden

- Krankenhaus-Infektions-Surveillance-System: Es überwacht seit 1997 die kontinuierlich auftretenden Infektionen und die Erreger, die sie verursachen. Allerdings ist die Teilnahme der Kliniken in Deutschland freiwillig, rund die Hälfte macht mit.

- Aktion Saubere Hände: Seit 2008 wird das medizinische Personal in Krankenhäusern auf regelmäßiges Händedesinfizieren aufmerksam gemacht. Die Teilnahme ist allerdings freiwillig. 2011 wurde die Aktion auf den ambulanten Bereich und Senioren- und Pflegeeinrichtungen ausgeweitet.

apa.at

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