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APA-Artikel 6. März 2013

Apothekertagung: Arzneimittel-Versandhandel 2 - Preisfrage

Eine andere Frage ist die Preisbildung. Hier sieht Apothekerkammer-Vizepräsident Christian Müller-Uri weniger Probleme: "Amtlich festgelegte Höchstpreise können unterschritten werden. Das wäre möglich." Ob sich das alles für im Versandhandel tätige Apotheker in der Zukunft finanziell rechnen kann, ist nicht bekannt.

Der Österreichische Apothekerverband will jedenfalls noch in diesem Jahr der kommenden Herausforderung aktiv antworten. Der Standesvertreter: "Der Preis ist für den Apothekenkunden nicht das Entscheidende. Er will Seriosität und Beratung. Der reine Preis eines Arzneimittels ist nicht der Wert, den es hat. Der Kunde, der im Internet nach Medikamenten sucht, genießt sozusagen die Größe des Schaufensters. Die Vielfalt unserer Produkte können wir im Internet besser platzieren."

Fazit, so Müller-Uri: "Wir wollen ein ,Click and Collect'-System im Internet etablieren." Der Kunde soll sich die Produkte im Internet ansehen, dann bei einer ihm geeignet erscheinenden Apotheke bestellen und die reservierte Ware schließlich dort abholen. Dabei gibt es den Vorteil der klassischen Beratungsmöglichkeit durch den abgebenden Apotheker. Bei 1.330 öffentlichen Apotheken in Österreich ist eine sehr flächendeckende und wohnortnahe Versorgung an sich gegeben. Der Verband will zunächst einmal rund 400 Apotheken für einen ersten Versuch gewinnen und das System dann ausweiten.

Insgesamt allerdings schätzt man bei der Österreichischen Apothekerkammer den Arzneimittelversandhandel als wenig durchschlagskräftig ein. In Deutschland betrage der Marktanteil fünf bis zehn Prozent - Tendenz derzeit sinkend. "Click and Collect"-Systeme funktionieren in Apotheken in Dänemark, Großbritannien und Teilen Deutschlands.

apa.at

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