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APA-Artikel 5. März 2013

D: Private Krankenkassen wollen Notfalltarif für Beitragsschuldner

Die privaten Krankenkassen wollen säumigen Beitragszahlern mit einem neuen Notfalltarif eine zweite Chance geben. Der Beitrag dafür solle bei rund hundert Euro im Monat liegen, sagte Volker Leienbach, Chef des Verbandes der Privaten Krankenversicherungen (PKV), der "Passauer Neuen Presse" vom Dienstag. Für jeden Versicherten mit finanziellen Schwierigkeiten sei damit eine Grundversorgung gesichert und finanzierbar.

Laut PKV gibt es derzeit mehr als 140.000 Kunden, die ihre Beiträge nicht zahlen. Deren Beitragsschulden summieren sich auf mehr als 500 Millionen Euro. Leienbach äußerte die Hoffnung, dass die gesetzliche Grundlage für den neuen Notfalltarif nun rasch geschaffen werde. Kassen und Versicherungen können säumige Zahler nicht einfach kündigen, weil eine Pflicht zur Versicherung besteht.

Zuvor hatte bereits die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" ("FAZ") über die geplante Einführung eines Notlagentarifs für Privatversicherte berichtet. Zudem wolle die Bundesregierung auch säumigen Beitragszahlern in der gesetzlichen Krankenversicherung helfen. Demnach sollen die "Wucherzinsen" von jährlich bis zu 60 Prozent in der gesetzlichen Krankenversicherung abgeschafft werden. Dafür solle der monatliche Säumniszuschlag von derzeit fünf auf ein Prozent gesenkt werden.

Ein entsprechender Gesetzentwurf des Gesundheitsministeriums werde derzeit in den Ressorts abgestimmt und solle noch vor der Bundestagswahl im September verabschiedet werden, berichtete die "FAZ".

apa.at

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