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APA-Artikel 1. März 2013

Stadt Dornbirn muss nach Ärztefehler Schadenersatz leisten

Nach einem Behandlungsfehler im kommunalen Krankenhaus Dornbirn muss die Stadt als Rechtsträgerin der Einrichtung Schadenersatz leisten. 2005 war eine Frau nach einer Operation und einer nachfolgenden Blutvergiftung gestorben, eine rechtskräftige Entscheidung des Oberlandesgerichts Innsbruck bestätigte nun das erstinstanzliche Urteil des Landesgerichts Feldkirch - das ein Verschulden bei den Ärzten sah, wie ORF Radio Vorarlberg am Freitag berichtete.

Die Frau erlitt nach einer Darmoperation einen Herzstillstand, fiel ins Koma und verstarb schließlich. Gutachten zufolge war dies die Folge einer schweren Sepsis. Das OLG kam zu der Auffassung, dass die Blutvergiftung vom Ärzteteam nicht schnell genug erkannt wurde, was die Überlebenschancen der Patientin geschmälert habe. Bereits das Landesgericht Feldkirch hatte befunden, dass die Ärzte einfach darauf vertraut hätten, "dass es sich schon nicht um eine Sepsis handeln werde".

Geklagt wurde die Stadt von den Vertretern des heute neunjährigen Sohnes der Frau. Sein Rechtsvertreter Anton Tschann hoffte auf eine außergerichtliche Einigung über die Höhe des Schadenersatzes. Diesbezüglich signalisiere die Stadt Entgegenkommen, hieß es.

Seitens der Kommune wurde der Tod der Frau bedauert. Im Sinne der Rechtssicherheit für das Krankenhauspersonal habe man aber den Rechtsweg beschreiten müssen. Man wolle nun eine rasche Lösung im Sinne des Buben finden.

apa.at

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