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APA-Artikel 28. Februar 2013

Tarifverhandlungen: Die Steiermärkische Gebietskrankenkasse lässt Fakten sprechen

Obwohl die Steiermärkische Gebietskrankenkasse dem Roten Kreuz bereits jetzt dreimal mehr bezahlt als gesetzlich vorgeschrieben wäre und in der jüngsten Verhandlungsrunde sogar eine weitere Tariferhöhung angeboten hat, beharrt Rot-Kreuz-Präsident Gerald Schöpfer auf seinen überzogenen Forderungen und fordert eine Tarifanhebung von 19,5 Prozent. Diese Forderung beruht auf falschen Tatsachen.

Im Gegensatz zum Roten Kreuz setzt die STGKK auf Fakten. Hier die wichtigsten Punkte im Überblick:

- Die Zuständigkeit für die Aufrechterhaltung eines funktionierenden Rettungs- und Krankentransportwesens liegt gesetzlich bei Ländern und Gemeinden. Die Sozialversicherung ist für rund 15 bis 20 Prozent der Kosten zuständig. Bezahlt wird von der Sozialversicherung aber jetzt schon rund das Dreifache. Das wurde vom Rechnungshof prompt gerügt.- Der Tarif für einen Patiententransport mit Sanitäter ist doppelt so hoch wie jener für einen Transport ohne Sanitäter. Das Rote Kreuz rechnet fast 90 Prozent aller Patiententransporte mit erhöhtem Tarif ab. Die STGKK bezahlt für Krankentransporte mitSanitäter bereits jetzt 1,30 Euro pro Kilometer, obwohl die Kosten dafür lediglich 1,17 Euro betragen. Dennoch hat die Kasse eine weitere Tariferhöhung um 3,08 Prozent angeboten. Für Transporte ohne Sanitäter hat die STGKK sogar eine Erhöhung von10,29 Prozent angeboten. Darüber hinaus haben die Vertreter der STGKK eine weitere Tariferhöhung ab 2014 zugesichert. Dieses sehr weitreichende Angebot wurde abgelehnt.- Die Gesamtausgaben der STGKK für das Rettungs- und Krankentransportwesen liegen im Pro-Kopf-Vergleich deutlich über dem österreichweiten Durchschnitt. Die Tarife wurden daher aus gutem Grund längere Zeit nicht angehoben.

Obmann Pesserl: "Ich hoffe weiter auf einen Sieg der Vernunft - im Sinne der steirischen Bevölkerung, aber auch der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie der vielen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer, die sich in den Dienst des Roten Kreuzes stellen. Unsere Verhandlungstür bleibt jedenfalls weit offen!"

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