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APA-Artikel 28. Februar 2013

HIV-Infizierte Blutkonserve - Wer darf spenden?

Welche Voraussetzungen ein Blutspender erfüllen muss und welche Untersuchungen zur Feststellung der Eignung nötig sind, ist in der Blutspender-Verordnung festgelegt. Folgend sieben Fragen und Antworten zum Thema:

1. Ab wann darf man Blutspenden?

Vorgesehen ist ein Mindestalter von 18 Jahren. Das Alterslimit von 65 Jahren wurde aufgehoben. Der Erstspender darf aber nicht älter als 60 sein.

2. Wer darf nicht Blutspenden?

Generell sollte sich ein Blutspender gesund fühlen. Die Spendetauglichkeit wird in folgenden Fällen beeinträchtigt: Bei Fieberblasen, Erkältung/Erkrankung, Allergien, Operationen, nach Impfungen, in der Schwangerschaft und Stillzeit, etc. Über die Zulassung entscheidet der Arzt an Ort und Stelle.

3. Wie oft darf man Blut spenden?

Frauen dürfen vier- bis maximal fünfmal im Jahr, Männer bis zu sechsmal jährlich. Es ist ein Abstand von mindestens acht Wochen einzuhalten.

4. Wie läuft eine Spende ab?

Zunächst werden mit einem Fragebogen Gesundheitszustand, Lebensstil, Medikamenteneinnahme, Impfungen etc. abgeklärt. Dann misst das Rot Kreuz-Team Blutdruck und Körpertemperatur sowie den Hämoglobin-Gehalt des Blutes durch einen Fingerstich. Entnommen werden rund 0,5 Liter Blut - das dauert maximal zehn Minuten. Im Anschluss erhält der Spender einen Imbiss und eine Erfrischung.

5. Warum bekommt man fürs Blutspenden kein Geld?

Die freiwillige und unbezahlte Blutspende ist im Gesetz verankert. Menschen drücken damit ihre Solidarität mit den Schwächeren in der Gesellschaft - mit Kranken und Verletzten - aus. Zudem ist der Sicherheitsaspekt wichtig: Geld könnte Spender dazu verführen, Angaben zur Beurteilung der Spendetauglichkeit zurückzuhalten. Laut internationalen Studien sind Blutproben von unbezahlten Spendern die sichersten.

6. Welche Folgen hat HIV-Risikoverhalten fürs Blutspenden?

Eine HIV-Infektion bedeutet einen permanenter Ausschluss vom Blutspenden. Bei einmaligem HIV-Risiko-Verhalten ist Spenden nach dem Ereignis vier Monate verboten.

7. Welche Vorschriften gibt es für Homosexuelle?

Männer, die Sex mit Männern hatten, werden von der Blutspende wegen des signifikant höheren HIV-Infektionsrisikos ausgeschlossen. Grund dieses Ausschlusses ist das verbleibende Restrisiko bei der Diagnostik, das trotz modernster PCR-Testung (Untersuchung auf HIV-Infektion, Anm.) nicht ausgeschlossen werden kann, heißt es dazu auf der Homepage des Rotes Kreuzes. Somit werden selbst homosexuelle Männer, die geschützten Verkehr praktizieren, von der Blutspende ausgeschlossen, weil das Kondom keinen 100-prozentigen Schutz vor Ansteckung biete.

apa.at

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