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APA-Artikel 28. Februar 2013

Infizierte Blutkonserve - 3,4 Prozent der Bevölkerung sind Spender

Eine HIV-Infektion kann über Blut oder Blutprodukte erfolgen. In Österreich sind zwar alle Blutkonserven getestet, aufgrund des diagnostischen Fensters liegt die Wahrscheinlichkeit, eine HIV-positive Blutkonserve zu erhalten, allerdings bei ungefähr 1:1,500.000 bis 1:3,000.000. Etwa 3,4 Prozent der Bevölkerung sind Spender.

Blut durchläuft nach der Abnahme vom Spender mehr als 15 Tests. Geregelt sind diese Parameter durch das Blutsicherheitsgesetz. Darin ist auch die freiwillige und unbezahlte Blutspende festgeschrieben. Dieses ethische Prinzip spielt im Hinblick auf die Sicherheit eine bedeutende Rolle. Blutprodukte von unbezahlten Spendern gelten als die sichersten.

Blut kann nicht künstlich hergestellt werden, daher ist das Rote Kreuz auf die regelmäßigen freiwilligen Spender angewiesen - die Konserven sind nur begrenzt haltbar: Produkte mit roten Blutkörperchen halten maximal 42 Tage, ein Konzentrat mit Blutplättchen ist nur bis zu fünf Tage verwendbar.

3,4 Prozent der Bevölkerung spenden regelmäßig Blut und sorgen damit für eine flächendeckende Versorgung in ganz Österreich. Pro Minute wird eine Blutkonserve benötigt, 450.000 werden im Jahr von Krankenhäusern angefordert. Vor allem im Sommer drohen immer wieder Engpässe.

Die Zahl der Neuinfektionen mit dem HI-Virus ist in ganz Österreich zuletzt um rund 3,5 Prozent angestiegen. Die Angaben, wie viele Menschen hierzulande insgesamt mit dem Virus leben, sind unterschiedlich. Das Gesundheitsministerium schätzt die Zahl auf rund 6.000 bis 10.000 Menschen. Laut Aids-Hilfe Wien dürfte die Zahl angesichts einer hohen Dunkelziffer bei 12.000 bis 15.000 liegen.

apa.at

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