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APA-Artikel 27. Februar 2013

In den NÖ Spitäler findet unter LR Sobotka medizinischer und ökonomischer Unsinn statt

MR. Dr. Herbert Machacek ist praktischer Arzt in Perchtoldsdorf und Kandidat des Team Frank Stronach zur NÖ Landtagswahl. Der erfahrene Allgemeinmediziner tritt für eine wohnortnahe medizinische Versorgung der Bevölkerung durch niedergelassene Ärzte - Praktiker wie Fachärzte - ein. Die Patienten sollen dort behandelt werden, wo es medizinisch und volkswirtschaftlich am effizientesten ist!

 

Machacek betont, wie wichtig die Beibehaltung des Solidaritätsprinzip im Gesundheitssystem ist. Keinesfalls dürfen die Gesundheitsökonomen Letztentscheidungen treffen, die obliegt immer dem Arzt und darf keine Frage des Geldes sein!

 

Strikt setzt sich Machacek für die Beibehaltung der ärztlichen Hausapotheke als wichtige Einrichtung zur Versorgung der Bevölkerung mit Medikamenten ein. Ebenso wichtig ist für den Arzt die Aufwertung der Gemeindeärzte als auch die Kooperation mit den sozialmedizinischen Diensten, Stichwort "Hauskrankenpflege"!

 

Generell sieht Machacek die praktischen Ärzte künftig in der Rolle der Koordinatoren im Gesundheitssystem, wie das auch im Hausarzt-Modell vorsieht. Dieses Modell ist bereits in Italien und der Schweiz erfolgreich etabliert.

 

Machacek erinnert daran, dass Ordinationen Betriebe sind, Unternehmen mit Angestellten, landesweit sind das über 1000 Mitarbeiter in den Ordinationen.

 

Kritik übt der Arzt an der Gesundheitsreform in Bezug auf die §15 a Vereinbarung: demnach sollen ja künftig die finanziellen Mittel fürs Gesundheitswesen aus "einer Hand" kommen, Land und Krankenkasse. Das Land wird dann bestellen und bezahlen - das kann nicht gut gehen, warnt Machacek!

 

In den NÖ Spitäler findet unter LR Sobotka medizinischer und ökonomischer Unsinn statt

 

Einen Schwerpunkt seiner Kritik legt Machacek auf das Spitalswesen in Niederösterreich. Dabei verweist er auch auf zwei Zeitungsberichte: Einen vom vergangenem Sonntag, der unter dem Titel "Spitalsärzte klagen an" Ungeheuerlichkeiten insbesondere aus Niederösterreich publik macht und einen mit nahezu identer Thematik von gestern unter dem Titel "Sie ließen ihn wie einen Hund am Boden liegen".

 

Im ersten Artikel wird der Fall der Zusammenarbeit der Spitäler Baden und Mödling dargelegt. Trotz eindringlicher Kritik des Rechnungshofes gibt es statt eines neuen gemeinsamen Standortes den Ausbau der beiden Häuser. Auf Anordnung der NÖ Klinikholding und des politisch verantwortlichen Landesrates Sobotka findet dieser wirtschaftliche und medizinische Unsinn statt, warnt Machacek. "550 Mediziner haben gegen diese von Sobotka gewünschte Unsinns-Lösung unterschrieben - erfolglos! Der politisch gewünschter Ausbau beider Häuser kostet um 34 Millionen Euro mehr als ein gemeinsamer Standort, die jährlichen Betriebskosten sind nach diesem Vorhaben des Landesrates mit 4,6 Millionen höher."

 

Wie die Zahlen zeigen, hat der Gesundheitslandesrat, vom Brotberuf Musiklehrer mit Schwerpunkt Cello, überhaupt ein unglückliches Händchen, wenn es um die NÖ Spitäler geht:

 

 

  • 413 Euro täglich kostete 2002 im Bundesschnitt ein belegtes Krankenhausbett. 2011 waren es 655 Euro, ein Zuwachs von 58,6 Prozent. In Niederösterreich stiegen die Kosten im gleichen Zeitraum um 71,4 Prozent von 374 auf 641 Euro.

 

 

  • Bei den Kosten für stationäre Aufenthalte ist es ähnlich. Während sich diese im Bundesschnitt zwischen 2002 und 2011 um 33,9 Prozent verteuerten (Wien: 34 Prozent), waren es in Niederösterreich 51,1 Prozent.

 

 

  • Mit einem durchschnittlichen Endbetrag von 3582 Euro pro Aufenthalt ist - sieht man von Wien (4312) mit seinen medizinischen, universiären Sonderleistungen ab - nur Kärnten ineffizienter (3647 Euro).

 

apa.at

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