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APA-Artikel 25. Februar 2013

Timoschenko: Behörden halten deutsche Ärzte fern

Die ukrainischen Behörden blockieren nach Ansicht der inhaftierten Oppositionsführerin Julia Timoschenko ihre weitere Behandlung durch Spezialisten der Berliner Charite. "Deutsche Ärzte werden nicht zu Timoschenko gelassen", schrieb die Vaterlandspartei der Ex-Regierungschefin am Montag auf ihrer Internetseite. Anwalt Sergej Wlassenko sagte: "Die deutschen Ärzte kommen nicht, da sie keine offizielle Besuchserlaubnis erhalten haben." Hingegen warf der Strafvollzugsdienst der Ex-Sowjetrepublik den Medizinern vor, sie seien nicht im Haftort Charkow in der Ostukraine erschienen.

Die Charite teilte mit, ein bereits am Wochenende geplanter Besuch "konnte von ukrainischer Seite nicht ermöglicht werden". Beide Seiten nannten zunächst kein neues Datum für eine mögliche Visite. "Wir halten Frau Timoschenko weiterhin für behandlungsbedürftig und stehen dazu auch weiter zur Verfügung", hieß es in der Mitteilung.

Die 52-jährige Timoschenko verbüßt wegen Amtsmissbrauchs eine umstrittene siebenjährige Haftstrafe. Seit Mai 2012 ist sie wegen eines Bandscheibenvorfalls in einer Klinik.

(Internet - [Partei-Mitteilung, Ukrainisch](http://dpaq.de/2enBI) - [Justiz-Mitteilung, Ukrainisch](http://dpaq.de/1kldX))

apa.at

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