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APA-Artikel 25. Februar 2013

FPÖ-Gesundheitspolitiker empört über Stöger-Auftritt in ZiB2

Empört, zeigten sich die beiden freiheitlichen Gesundheitspolitiker NAbg. Dr. Dagmar Belakowitsch-Jenewein und NAbg. Dr. Andreas Karlsböck über die unfassbare Vorstellung des noch amtierenden Gesundheitsministers in der gestrigen ZIB 2. Stöger habe nicht eine einzige Frage beantworten können, sondern habe stattdessen versucht sich mit auswendig gelernten Phrasen über das Interview zu retten.

So habe er das Gespräch über einen der größten Lebensmittelskandale der letzten Jahre, dessen Gesamtausmaß noch überhaupt nicht abschätzbar sei, mit zwei guten Nachrichten für die Bevölkerung beginnen wollen. Nämlich, dass einerseits keine Gesundheitsgefährdung vorläge, und andererseits, gut kontrolliert werde, so die beiden FPÖ-Gesundheitspolitiker, die bei den stögerschen Phrasen die Ansagen zur Verhaftung und Verfolgung der Betrüger vermisst haben.

Noch könne aber gar nicht ausgeschlossen werden, ob nicht doch für Menschen gefährliche Zusatzstoffe, Chemikalien oder Medikamente in den diversen Produkten enthalten seien. Dass bislang nur anonyme Hinweise überhaupt zu Entdeckung der kriminellen Machenschaften rund um Pferdefleisch in Kärntner Wurstel geführt hätten, sei eine Bestätigung für die unzureichende Krisenbewältigung durch das Gesundheitsministerium und nicht, wie Stöger das darstellen habe wollen ein Erfolg. Wörtlich meinte er dazu; "....dass durch den Verdacht die Kontrollen auch wirken."

Auf die Nachfrage der Moderatorin auch in Richtung Hunde- oder Katzenfleisch zu testen, kam eine höchst wirre Antwort, nämlich "...und wenn man nicht erkennt, welches Fleisch das ist, dann geht man dem auch nach, es sind generelle Proben um welches Fleisch es sich handelt." Wichtig sei für Stöger, "es muss drin sein, was drauf steht!"

"Da werden sich aber die Konsumenten nun beruhigt zurücklehnen, ob dieses versalzenen Einsatzes unseres Gesundheitsministers, dem zum ganzen Skandal nichts anderes einfällt, als am Montag eine Pressekonferenz zu Thema 'Salz' zu machen", kritisierte Belakowitsch-Jenewein das unbeholfene Ablenkungsmanöver Stögers.

"Sollte es mit dem Ministerposten im Herbst nichts mehr werden, so kann Stöger ein Kabarett eröffnen, denn für Lacher sorgt er allemal. Als Gesundheitsminister ist er leider nicht nur schlecht, sondern eine wirkliche Gefahr!", sind sich die beiden freiheitlichen Gesundheitspolitiker einig.

apa.at

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