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APA-Artikel 22. Februar 2013

FPÖ: Jannach: Gefahr durch Medikamente in Pferdefleisch wird unterschätzt

"Wenn schon Pferdefleisch vermutlich jahrelang in allen möglichen Produkten von Behörden unerkannt den Konsumenten untergeschoben werden kann, ist es sehr wahrscheinlich, dass die betroffenen Lebensmittel auch nicht auf Medikamenten-Rückstände untersucht wurden", fordert der freiheitliche Landwirtschaftssprecher NAbg. Harald Jannach eine sofortige Überprüfung durch AGES, AMA und Lebensmittelaufsicht.

In England und in Deutschland wurden bereits Tierarzneien in Pferdefleisch nachgewiesen. "Bei diesen hochwirksamen Medikamenten handelt es sich um auch für den Menschen gefährliche Stoffe", so Jannach. In einer parlamentarischen Anfrage an Landwirtschafts-, Gesundheits- und Konsumentenschutzminister fordert Jannach Aufklärung, ob in Österreich überhaupt diesbezügliche Untersuchungen durchgeführt werden.

Vor allem der Verbleib von Sport- und Turnierpferden, bei denen oft massiv Medikamente zum Einsatz kommen, müsse geklärt werden. "Es gibt Hinweise, dass viele und nicht nur Sportpferde mit diesen Arzneien behandelt werden", sieht Jannach akuten Handlungsbedarf der Behörden. Bekannt ist der Wirkstoff Phenylbutazon zur Bekämpfung von Schmerzen und Fieber, der bei Menschen zu Magenentzündungen und schlimmstenfalls tödlich verlaufen kann. "Der Einsatz sollte schon längst verboten sein, weil das Medikament vielfach als Dopingmittel für Pferde verwendet wurde", so Jannach. "Leider werden - wie im Kärntner Fall - tausende Tonnen Pferdefleisch aus den USA, Kanada und Mexiko in die EU importiert und dort sind diese Medikamente für Pferde in der Fleischproduktion nicht verboten."

Aufklärung verlangt Jannach auch über sämtliche Importe und Exporte sowie über den Verbrauch von Pferdefleisch in Österreich. "Wir wollen genau wissen, ob es eine Differenz zwischen dem österreichischen Verbrauch von Pferdefleisch und dem Import gibt", so Jannach, "denn dann hätte der Betrug längst jemandem auffallen müssen."

apa.at

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