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APA-Artikel 22. Februar 2013

Oö. Ordensspitäler: Keine Einigung um Kollektivvertrag

Eine weitere Kollektivvertrags-Verhandlungsrunde in den oberösterreichischen Ordensspitälern zwischen Gewerkschaften und Arbeitgebern ist am Donnerstagabend in Linz ohne Ergebnis zu Ende gegangen. Landeshauptmann Josef Pühringer (V) bat zu einem Gipfelgespräch. Voraussetzung für die Gewerkschaft ist, dass es kommende Woche und auf neutralem Boden stattfinde. Vorbereitungen für weitere Streiks würden fortgesetzt, hieß es in einer Presseaussendung am Abend.

Die Gewerkschaft verlangt nach einem "Abspeisen" unter der Inflationsrate im vierten Jahr in Folge eine Teuerungsabgeltung oder eine unbefristete Reduktion der Arbeitszeit von 40 auf 39 Wochenstunden. Die Arbeitgeber sind nicht bereit, bei ihrem Angebot nachzubessern und beharren auf einer Erhöhung von maximal 20 Euro. Nun befürchten die Betriebsräte, dass die Enttäuschung bei den 10.000 Beschäftigten in den acht Spitälern groß sein werde.

Bei der Betriebsrätekonferenz am Nachmittag hatte das Verhandlungsteam große Unterstützung aus allen Ordensspitälern erhalten. "Unsere Kolleginnen und Kollegen verlangen von uns, dass wir nicht locker lassen", so Verhandlungsführerin und Betriebsrätin Sonja Reitinger von der Gewerkschaft vida nach den ergebnislosen Gesprächen am Abend.

Bereits am Mittwoch hatten 2.000 Beschäftigte in Warnstreiks ihre Arbeit in den Spitälern niedergelegt. Normal seien 4.000 Mitarbeiter pro Tag im Dienst. Die Patienten mussten zwar längere Wartezeiten in Kauf nehmen, hatten aber laut Auskunft der Krankenhäuser großteils Verständnis für die Kampfmaßnahmen.

apa.at

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