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APA-Artikel 21. Februar 2013

Oö. Ordensspitäler - Beschäftigte zu weiteren Streiks bereit

Die Beschäftigten der oberösterreichischen Ordensspitäler sind zu weiteren Streiks bereit, sollten ihre Forderungen nach einer Teuerungsabgeltung oder einer Arbeitszeitverkürzung auf 39 Stunden pro Woche nicht erfüllt werden. Das teilte die Gewerkschaft am Donnerstag nach der Betriebsrätekonferenz und vor einer weiteren Verhandlungsrunde um den Kollektivvertrag am Abend mit.

Am Mittwoch hatten 2.000 Beschäftigte in Warnstreiks ihre Arbeit niedergelegt. Normal seien 4.000 Mitarbeiter von insgesamt 10.000 in acht Spitälern pro Tag im Dienst. Die Patienten mussten zwar längere Wartezeiten in Kauf nehmen, hatten aber laut Auskunft der Krankenhäuser großteils Verständnis für die Kampfmaßnahmen.

Auch bei allen Betriebsversammlungen hätten sich die Mitarbeiter dafür ausgesprochen, verschärfte Maßnahmen zu setzen, wenn es bei den Verhandlungen am Donnerstag zu keinem akzeptablen Angebot käme, hieß es aus dem ÖGB. Einem Ergebnis unter der Teuerungsrate sei auf keinen Fall zuzustimmen, hatten sie ihren Vertretern mit auf den Weg gegeben. "Nach drei Jahren Lohnverlust ist eine Abgeltung der Teuerung überfällig", so die Verhandlungsführerin der Arbeitnehmer, Sonja Reitinger von der Gewerkschaft vida.

Nach einem "Abspeisen" unter der Inflationsrate im vierten Jahr in Folge fordert die Gewerkschaft zumindest eine Abgeltung darüber oder eine unbefristete 39-Stunden-Woche. Die Arbeitgebervertreter haben bisher einen Bruttobetrag von maximal 20 Euro oder eine bis Jahresende befristete Verkürzung der Arbeitszeit von 40 auf 39,5 Stunden in Aussicht gestellt.

apa.at

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