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APA-Artikel 19. Februar 2013

Oö. Ordensspitäler - Arbeitgeber: Konflikt in Verhandlungen beilegen

Die Oberösterreichische Ordensspitäler Koordinations GmbH appelliert an die Gewerkschaft, den Konflikt auf dem Verhandlungsweg beizulegen. Die Türen stünden immer für Gespräche offen, erklärte Geschäftsführer Peter Ausweger am Dienstag. Die Arbeitgebervertreter hatten eine bis Jahresende befristete Verkürzung der Arbeitszeit von 40 auf 39,5 Wochenstunden in Aussicht gestellt. Das ist den Personalvertretern zu wenig, sie haben für morgen, Mittwoch, einen Streik angekündigt.

Nach einem "Abspeisen" unter der Inflationsrate im vierten Jahr in Folge verlangt die Gewerkschaft in den KV-Verhandlungen zumindest eine Abgeltung, die darüber liegt, oder eine unbefristete 39-Stunden-Woche. Man gebe der anderen Seite bis zuletzt Zeit, erklärten die Arbeitnehmervertreter. Komme es aber zu keinem Einlenken, werde die Arbeit in den Ordensspitälern mit insgesamt rund 10.000 Beschäftigten am Mittwoch ab den frühen Morgenstunden zeitversetzt bis zu sechs Stunden niederlegt. Die Patienten würden dennoch bestmöglich versorgt, müssten aber mit längeren Wartezeiten rechnen, hieß es.

Durch die Initiative von Gesundheits- und Finanzreferent LH Josef Pühringer (V), der eine Arbeitsgruppe zur Erarbeitung eines einheitlichen Dienst- und Besoldungsrechtes für die Mitarbeiter der Ordens- und der landeseigenen Spitäler einsetzen will, sieht Ausweger "neue Spielräume". Er wertete es in einer Aussendung als "ermutigendes Signal", dass auch die Gewerkschaft trotz des in Aussicht gestellten Streiks eine Verhandlungslösung anstrebe. Die Personalvertreter sind zu Gesprächen über eine Angleichung in jenen Bereichen, in denen das auch möglich sei, bereit. Zuerst müsse aber der Teuerungsausgleich fixiert werden.

Die Patt-Situation in den Verhandlungen gelte es künftig zu verhindern, betonte FPÖ-Klubobmann Günther Steinkellner. Lösung biete eine einheitliche Trägerschaft aller 20 Krankenhäuser in Oberösterreich unter dem Dach der Landesholding. Das würde nicht nur hinsichtlich einer gerechten Entlohnung Vorteile bringen, sondern auch Einsparungen im Bereich der doppelgleisigen Verwaltungen nach sich ziehen, zeigte sich Steinkellner in einer Aussendung überzeugt. Er fordert dazu ein Gipfelgespräch.

apa.at

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