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APA-Artikel 14. Februar 2013

Drogensubstitution - Abgehen würde Beschaffungskriminalität steigern

Ein Abgehen von der Drogensubstitution in ihrer derzeitigen Form würde zu einem Ansteigen der Beschaffungskriminalität führen. Das befürchtet der Verein Neustart, der sich seit Jahrzehnten mit Resozialisierungshilfe für Straffällige, Unterstützung von Opfern und Prävention für eine Reduktion der Kriminalität in der Gesellschaft stark macht.

"Mit einem Streichen der Drogensubstitution würde man dieses Ziel nicht erreichen", gab Neustart-Sprecher Andreas Zembaty am Donnerstag im Gespräch mit der APA zu bedenken. Suchtmittelabhängige seien als chronisch kranke Menschen anzusehen. Eine Ersatztherapie gewährleiste einerseits, "dass diese Patienten nicht zu Tode kommen", und garantiere andererseits, "dass ihr Umfeld nicht gefährdet wird".

"Wenn wir ein sicheres Land haben wollen, geht es darum, diese Menschen nicht ins Dunkelfeld abzudrängen, wo es dann zu Beschaffungskriminalität kommt. Es geht darum, sie mit einer entsprechenden Therapie und Betreuung ins Gesundheitssystem anzubinden", stellte Zembaty fest.

Gut eingestellte und betreute Patienten ließen sich wieder "in die Normalität des Lebens zurückholen", erklärte der Neustart-Sprecher: "In einem hohen Prozentsatz gelingt es auch, sie wieder in Beschäftigung zu bringen." In diesen Fällen gehe von den Betreffenden dann "nicht mehr kriminelles Risiko aus als von jedem anderen".

Für Neustart ist die Drogensubstitution nachweislich eine Erfolgsgeschichte. "In weit über 60 Prozent werden mit der Substitution unter entsprechender Betreuung aus chronisch Kranken unauffällige Steuerzahler", hielt Zembaty abschließend fest.

apa.at

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