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APA-Artikel 14. Februar 2013

Drogensubstitution - Apothekerkammerpräsident: Positive Erlebnisse

"Wir betreuten die Patienten täglich. Wir sind Teil ihres Lebens. Wir begleiten sie. (...) Die (Sucht-)Erkrankung bringt auch schwierige Phasen mit sich. Aber wir Apotheker haben mit unserer intensiven Betreuungstätigkeit positive Erlebnisse", sagte am Donnerstag der Präsident der Österreichischen Apothekerkammer, Max Wellan, im Zusammenhang mit der Debatte über die Substitutionstherapie gegenüber der APA.

Die österreichischen Apotheken garantieren die kontrollierte Abgabe der Substitutionsmittel wie Methadon, Buprenorphin, retardierte Morphine etc. Dabei wird seit Mitte Dezember 2012 auch vermehrt bei den Ärzten propagiert, dass sie die "Auseinzelung" der täglichen Dosis an Tabletten - bei Methadon in Sirup-Form nicht notwendig - vornehmen. Dafür gibt es seither auch eine Abgeltung.

Wellan: "Die österreichischen Apotheker waren von Anfang an dabei. Der wesentliche Faktor ist die Lebensqualität der Patienten, der Lebensqualität der Patienten in Wien. (...) Wir betreuen in der Apotheke, in der ich arbeite, mehr als hundert dieser Patienten. Ich weiß, was das bedeutet. Ein Drittel ist wieder erwerbstätig."

Es sei der falsche Weg, wenn man einfach auf Drogenabstinenz abstelle, das schafften nur wenige der chronisch Kranken. Wer das schnell erwarte, sei leicht frustriert. Es gehe vielmehr um Stabilisierung, um die Wiederherstellung der Möglichkeit, einer geregelten Arbeit nachgehen zu können, um Behandlung und Betreuung.

Der Kammerpräsident: "Das ist sinnvoll. Es zahlt sich aus." Unter den Betroffenen, die er kenne, würden sich auch Mütter von Kindern befinden. Erstmals hätten die Frauen via Substitutionstherapie auch die Möglichkeit bekommen, wieder ausreichend für ihre Familie zu sorgen.

apa.at

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