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APA-Artikel 11. Februar 2013

Linzer Med-Fakultät - Burgstaller: Paracelsus Privatuni umwidmen

In der Diskussion um eine medizinische Fakultät in Linz verwies am Montag Salzburgs Landeshauptfrau Gabi Burgstaller (S) auf die Idee, die Paracelsus Medizinische Privatuniversität Salzburg (PMU) in eine öffentliche medizinische Fakultät umzuwidmen. "Eine medizinische Fakultät in Oberösterreich wird hohe Summen verschlingen, das Salzburger Modell aber könnte sofort starten und ist darauf ausgerichtet, Ärzte für Österreich auszubilden, es ist kostengünstig und intelligent", sagte sie in einer Aussendung.

Burgstaller hatte im Vorjahr gemeinsam mit PMU-Rektor Herbert Resch Wissenschaftsminister Karlheinz Töchterle (V) ein konkretes Angebot für eine Aufstockung der Medizinerausbildung an der Salzburger Privatuni unterbreitet. "Wir wollten, dass nicht einfach nach Studierenden, sondern nach Absolventinnen und Absolventen gezählt und gefördert werden sollte. Ein Studienplatz in Wien wird mit 290.000 Euro veranschlagt, an der PMU kostet er 200.000 Euro, wobei hier noch die Studiengebühr von insgesamt 50.000 Euro abzuziehen ist. Weiters war uns wichtig, dass die Bundeszuschüsse nur dann gewährt werden sollten, wenn die Absolventinnen und Absolventen in Österreich verbleiben und hier als Ärzte arbeiten." Aber der Bund lehnte diesen Vorschlag ab.

Die Landeshauptfrau äußerte die Befürchtung, dass die zusätzlichen Kosten für die geplante medizinische Fakultät in Oberösterreich vom bestehenden Universitätsbudget genommen werden müssten, "was auf keinen Fall eintreten dürfe".

Genau wie Oberösterreich hatte das Land Salzburg jahrelang auf die Einrichtung einer medizinischen Fakultät an der Uni Salzburg gepocht. Nach dem Scheitern dieser Idee wurde daraufhin 2003 mit der PMU eine Privatuni gegründet, die von Land und Gemeinde Salzburg mitfinanziert wird.

apa.at

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