zur Navigation zum Inhalt
 
APA-Artikel 8. Februar 2013

Anthroposophische Lukas-Klinik in Arlesheim BL vor Stellenabbau

Bei der anthroposophischen Lukas-Klinik in Arlesheim steht ein grösserer Stellenabbau bevor: Weil das stationäre Angebot mit insgesamt 30 Betten aus Kostengründen verkleinert werden muss, sollen bis zu 24 von 105 Arbeitsplätzen gestrichen werden.

Vom Abbau in der Spezialklinik für Onkologie betroffen sind rund 40 von 170 Angestellten. Falls keine andere Lösung gefunden wird, droht ihnen die Entlassung, wie ein Mitglied der Klinikleitung ergänzend zu einer Mitteilung vom Donnerstag sagte. Die Belegschaft kann in den nächsten zwei Wochen Alternativen zum Stellenabbau vorschlagen.

Die Klinik begründet die «drastischen Sparmassnahmen» mit einem markanten finanziellen Einbruch im stationären Bereich im letzten Jahr. Unter anderem sei wegen der Fallpauschalen die Bettenbelegung drastisch zurückgegangen. Ein Sozialplan werde ausgearbeitet.

Vom geplanten Stellenabbau sind nach Angaben der Klinik in erster Linie Pflegefachleute der Akut- und Palliativstation betroffen. Aber auch in der Therapie und im Ökonomie-Bereich sollen Jobs wegfallen. Das ambulante Angebot soll dagegen ausgebaut werden.

Die Lukas-Klinik wurde 1963 als Zentrum für anthroposophische Tumortherapie gegründet. 2012 wurden rund 600 stationäre und 4700 ambulante Patientinnen und Patienten betreut.

Umsatzzahlen gibt die auf der Spitalliste des Kantons Baselland figurierende Klinik nicht bekannt. Das Krankenhaus schreibe seit Jahren rote Zahlen. Nun sei das Defizit so gross geworden, dass Massnahmen dagegen unumgänglich seien, hiess es auf Anfrage weiter.

apa.at

Zu diesem Thema wurden noch keine Kommentare abgegeben.

Mehr zum Thema

<< Seite 1 >>

Medizin heute

Aktuelle Printausgaben