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APA-Artikel 6. Februar 2013

Helsana steigert Gewinn dank gutem Anlageergebnis

Der Krankenversicherer Helsana hat seinen Gewinn im vergangenen Jahr um rund einen Drittel auf 250 Mio. Fr. steigern können. Verantwortlich dafür sind in erster Linie die Gewinne aus den Kapitalanlagen der grössten Schweizer Krankenkasse.

2012 sei in jeder Hinsicht ein erfolgreiches Jahr gewesen, sagte Helsana-Chef Daniel Schmutz am Mittwoch vor den Medien. Es stand im Zeichen der Konsolidierung, «nachdem 2010 eine neue Crew das in Schieflage gekommene Schiff wieder auf Kurs gebracht hat», sagte Verwaltungsratspräsident Thomas Szucs.

Die Rendite aus den Anlagen stieg von 2,3 Prozent im Vorjahr auf 8,6 Prozent. Das nichtversicherungstechnische Ergebnis fiel 2012 mit 146 Mio. Fr. gegenüber 51 Mio. Fr. im Vorjahr denn auch deutlich besser aus. Dies sei «weder geplant noch erwartet» gewesen, sagte Finanzchef Rudolf Bruder.

Demgegenüber war das versicherungstechnische Ergebnis mit 151 Mio. Fr. gegenüber 166 Mio. Fr. im Vorjahr leicht schlechter. Wohl konnten die Prämieneinnahmen um 1,2 Prozent auf 5,69 Mrd. Fr. gesteigert werden. Die Versicherungsleistungen nahmen aber ebenfalls leicht um 0,4 Prozent auf 5,10 Mrd. Fr. zu.

Moderater Prämienanstieg erwartet

Die Helsana zeigte sich aber gleichwohl sehr zufrieden mit dem versicherungstechnischen Ergebnis. 2010 hatte noch ein Verlust von 9 Mio. Fr. resultiert. Bei 97,4 Prozent (Vorjahr: 97 Prozent) und damit im gesunden Bereich liegt die für Versicherer massgebende Combined Ratio, also das Verhältnis von Versicherungs- und Betriebsaufwand zu den Prämien.

Durch das gute Jahresergebnis steigt das Eigenkapital um 24,1 Prozent und die Rückstellungen klettern auf 4,314 Mrd. Franken. Angesichts der starken Kapitalisierung will Helsana bei einzelnen Versicherungsmodellen Prämien einreichen, die nicht kostendeckend sind, wie der Finanzchef sagte. Es sei jedoch die Frage, wie das Bundesamt für Gesundheit reagiert. Nichtkostendeckende Prämien sind gesetzlich nicht vorgesehen.

Für 2014 stellt die Versicherung einen moderaten Prämienanstieg in der Grundversicherung in Aussicht. Dabei werde es sehr starke regionale Unterschiede geben. Die Prämien für Spitalzusatzversicherungen will Helsana dauerhaft senken.

Der Kundenbestand blieb stabil. Die Zahl der Grundversicherten stieg leicht um 5800 auf knapp 1,18 Millionen. Insgesamt versicherte die Helsana-Gruppe 2012 rund 1,88 Millionen Menschen (Vorjahr: 1,87 Mio.). Zur Gruppe, die rund 3100 Mitarbeitende beschäftigt, gehören Helsana, Progrès, Sansan, Avanex und Maxi.ch.

apa.at

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