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APA-Artikel 5. Februar 2013

Grünewald: Ambulanzgebühren haben sich nicht bewährt

"Schon unter Schwarz-Blau entpuppten sich Selbstbehalte und Ambulanzgebühren als beträchtlicher Flop. Zahlreiche Studien unter anderem eine der Kärntner Gebietskrankenkasse zeigten keine Steuerungseffekte, dafür aber eine Verschärfung der sozialen Schieflage. Komplizierte Ausnahmebestimmungen und überbordende Bürokratie bescherten bereits unter Bundesminister Herbert Haupt ein Zurückrudern" reagiert der Gesundheitssprecher der Grünen, Kurt Grünewald, kritisch auf die Aussagen der österreichischen Ärztekammer.

"Seit Jahren proklamiert die Regierung eine Stärkung des ''HausärztInnenmodells" ohne allerdings hier zusammen mit den Kassen spürbare und nachhaltige Signale zu setzten. Während in Spitälern die Profilbildung nur langsam vorankommt und das Krankenanstaltengesetz wiederholt ignoriert wird, wurde von Seiten des Ministeriums der geplante Facharzt für Allgemeinmedizin und die Ausbildungsbildungsreform zum praktischen Arzt mit wenig Elan betrieben. Auch der Streit um die Finanzierung der notwendigen Lehrpraxen ist noch nicht beendet und wartet auf eine Lösung", weist Grünewald auf dringlichen Handlungsbedarf hin.

"Die Notwendigkeit von Spezialambulanzen in Assoziation mit Krankenanstalten wird es aber immer geben. Es wäre eine Illusion zu glauben, dass 100 Prozent der Spitalsaufenthalte und Ambulanzbesuche durch den niedergelassenen Bereich aufgefangen werden könnten. Ich erwarte mir hier von Minister Stöger wie auch von den Kassen endlich klare und glaubhafte Signale einer verbesserten und abgestimmten Versorgungsstruktur", meint Grünewald.

apa.at

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