zur Navigation zum Inhalt
 
APA-Artikel 5. Februar 2013

Industrie: Gesundheitsversorgung auf richtiger Ebene sicherstellen

"Ein Hauptziel bei der Einigung über eine Gesundheitsreform war, die Effizienz in der Gesundheitsversorgung zu steigern", betonte der Generalsekretär der Industriellenvereinigung (IV), Mag. Christoph Neumayer anlässlich des Vorstoßes der österreichischen Ärztekammer zur Wiedereinführung von Ambulanzgebühren heute, Dienstag. "Dazu zählt auch, den Doppelgleisigkeiten im Gesundheitssystem entgegenzuwirken. Wenn wir auch künftig wollen, dass Patientinnen und Patienten die beste medizinische Versorgung erhalten, muss der Zugang zum Gesundheitssystem gesteuert erfolgen. Ansonsten werden wir uns eine Versorgung, so wie wir sie heute kennen, nicht mehr leisten können", betonte der IV-Generalsekretär. "Um eine optimalen Versorgung zu erreichen, wäre es zielführend, dass Alle einen finanziellen Beitrag unter anderem für den Spitalsbesuch leisten. Es sind österreichweit einheitliche Kostenbeteiligungssysteme zu implementieren, die entsprechende Anreizmechanismen für die adäquate Inanspruchnahme von Gesundheitsdienstleistungen setzen", so Neumayer.

Die derzeitigen Mechanismen, die dazu führen, dass zu viele Behandlungen nicht auf der geeigneten Ebene durchgeführt werden, seien sowohl in ökonomischer als auch in qualitativer Hinsicht, unbefriedigend. Zudem sei eine stärkere Fokussierung auf Prävention nötig, um die im internationalen Vergleich unterdurchschnittlich geringen Lebensjahre in Gesundheit zu erhöhen und gleichzeitig das System zu entlasten. Von zentraler Bedeutung seien außerdem Maßnahmen zur Förderung der Selbstverantwortung für die eigene Gesundheit: "Die Rolle des Einzelnen für die persönliche Gesundheit ist essentiell. In diesem Zusammenhang sollten auch entsprechende finanzielle Anreize für das individuelle Gesundheitsverhalten geschaffen werden", hob Neumayer hervor.

"Die im Rahmen der neuen 15a-Vereinbarung zu einem gemeinsamen Zielsteuerungssystem-Gesundheit angestrebten Reformschritte müssen nunmehr konsequent umgesetzt und tatsächlich mit Leben gefüllt werden, um ihre positive Wirkung entfalten zu können", so Neumayer. "Die Zusammenarbeit der Akteure im Gesundheitswesen muss im Interesse der Patientinnen und Patienten weiter gestärkt und die Versorgungsstrukturen müssen prozessorientiert ausgerichtet werden. Insgesamt muss das Schnittstellenmanagement zwischen stationärem und niedergelassenem Bereich sowie über Berufsgruppen und Bundesländergrenzen hinaus optimiert werden", so Neumayer.

apa.at

Zu diesem Thema wurden noch keine Kommentare abgegeben.

Mehr zum Thema

<< Seite 1 >>

Medizin heute

Aktuelle Printausgaben