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APA-Artikel 4. Februar 2013

FPÖ-Karlsböck: Teure Spitalsambulanzen entlasten - Niedergelassene Ärzte fördern

"Hoffnungslos überlaufene Spitalsambulanzen, die zudem auch noch höhere Kosten verursachen, als vergleichbare Behandlungen beim niedergelassenen Arzt, sind das Resultat eines ideologischen Grabenkampfes des Gesundheitsministers gegen die niedergelassenen Haus- bzw. Fachärzte", kritisierte der freiheitliche Ärztesprecher NAbg. Dr. Andreas Karlsböck. "Das verursacht völlig unnötige Kosten und beeinträchtigt die Qualität der Behandlung", so Karlsböck.

Der ursprüngliche Sinn von Spitalsambulanzen sei, medizinische Notfälle abzudecken und weiterführende Behandlungen für überwiesene Patienten von niedergelassenen Ärzten anzubieten, erinnerte Karlsböck. Keinesfalls sollten die Spitals-Ambulanzen den niedergelassenen Bereich ersetzen oder konkurrenzieren, betonte Karlsböck.

Derzeit stelle sich die Situation so dar, dass Spitalsambulanzen regelrecht gestürmt würden. Dies bedeute lange Wartezeiten und weniger Zeit für den zu behandelnden Einzelfall, warnte Karlsböck vor einer Verschlechterung der medizinischen Versorgung. Als Alternative müsse der extramurale Bereich so weit ausgebaut werden, dass die Ambulanzen für ihre eigentlichen Aufgaben in Zukunft entlastet seien, forderte Karlsböck.

Hier habe Bundesminister Stöger durch seine links-ideologisch eingefärbte Gesundheitspolitik massiv versagt, so Karlsböck. So sei das Gesetz zur Bildung von Gruppenpraxen, die die Spitalsambulanzen auch am Wochenende entlasten könnten, derart kompliziert und praxisfern gestaltet, dass es nahezu undurchführbar sei, kritisierte Karlsböck. Auch müssen Ärzte endlich auch Ärzte anstellen dürfen. Statt die Menschen in die teure staatliche Medizin zu drängen, müsse Stöger eine Informationskampagne starten um die niedergelassenen Haus- bzw. Fachärzte zu bewerben. "Viele Menschen mit Migrationshintergrund kennen aus ihrer Heimat keinen niedergelassenen Bereich und pilgern daher auch bei kleinsten Wehwehchens in die Spitäler", so Karlsböck.

"Der sozialistische Neid Stögers auf den niedergelassenen Bereich verursacht hohe Kosten und vermindert die Qualität der Versorgung", zeigte Karlsböck dem Gesundheitsminister seinen Irrweg auf. "Arbeiten sie endlich für die Patienten und nicht für die Partei", so Karlsböck zu Stöger.

apa.at

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