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APA-Artikel 30. Jänner 2013

Neuer OÖGKK-Obmann will eigenständigen Weg fortsetzen

Der seit Jahreswechsel amtierende Obmann der oberösterreichischen Gebietskrankenkasse (GKK), Albert Maringer, hat in seiner Antrittspressekonferenz am Mittwoch in Linz betont, am eigenständigen Weg der Organisation festhalten zu wollen. "Die ÖOGKK ist deshalb so gut, weil sie Sachen anders macht." Ziel sei weiterhin die bestmögliche Versorgung der Versicherten, als Schwerpunkte nannte er psychische Gesundheit, Prävention und Augenmerk auf Kinder und Senioren.

Durch ein effizientes System könne man viele Kosten vermeiden, so Maringer. "Sparen heißt aber manchmal auch Geld ausgeben", denn die beste sei nicht die billigste Behandlung. Aber wenn ein Patient schneller gesund werde, sei viel gespart. Mit wirksamer Gesundheitsförderung und verantwortungsvoller Steuerung könnten unnötige Behandlungen gar nicht erst anfallen. Verantwortliche für Wohnbau, Verkehr und Bildung sollen zur Mitarbeit gewonnen werden. Schwerpunkte wolle er in der psychischen Gesundheit, bei Kindern und Älteren setzen.

OÖGKK-Direktorin Andrea Wesenauer betonte die gute Zusammenarbeit des neuen Obmanns, der zuvor Stellvertreter seines Vorgängers Felix Hinterwirth war, mit dem Management. Sie kündigte große Akzente in den Bereichen psychische Gesundheit, Seniorengesundheit und der Verfolgung der oberösterreichischen Gesundheitsziele an. Auch an Projekten zur großen Herausforderung Demenz werde gearbeitet.

"Gesundheit sind nicht nur Tabletten", sprach Maringer auch nötige menschliche Auseinandersetzung und Prävention an. Diese werde beharrlich verfolgt und mit verschiedenen Programm für Schwangere, Kinder und Jugendliche aber auch Senioren umgesetzt. Auch Betriebe seien gefordert, 90 Unternehmen seien derzeit im Netzwerk zur Betrieblichen Gesundheitsförderung, "bis 2020 wollen wir 500 Betriebe dabei haben". Prävention hänge nicht von einem Fonds ab, die OÖGKK besetze das Thema stark und stelle "immer wieder kreative Überlegungen an, wie wir das zustande bringen".

Die Finanzen der Krankenkasse, die noch veröffentlicht werden, würden "gut ausschauen", so Maringer. Im Zuge der Gesundheitsreform freue er sich auf die Zusammenarbeit mit Spitälern und niedergelassenen Ärzten. "Kooperation heißt, dass jeder in seinem Bereich Verantwortung übernimmt und wir gemeinsam neue Angebote schaffen, die ermöglichen, dass die Versicherten effizient dort hingeschickt werden, wo sie am besten betreut werden", sagte der neue GKK-Obmann. Den Ausbau eigener Einrichtungen werde man sich überlegen, wenn es notwendig sei und Sinn mache.

apa.at

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