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APA-Artikel 29. Jänner 2013

KV-Verhandlungen der oö. Ordensspitäler auf 13. Februar vertagt

Die KV-Verhandlungen zwischen den oberösterreichischen Ordensspitälern und der Gewerkschaft vida sind am Dienstag ohne konkretes Ergebnis auf 13. Februar vertagt worden. Die Personalvertreter der rund 10.000 Beschäftigten verlangen zumindest eine Erhöhung über der Inflation von derzeit etwa 2,8 Prozent. Die Arbeitgeberseite hat bisher aber nur ein Prozent geboten, maximal jedoch 20 Euro.

"Die heutigen Gespräche sind in einem konstruktiven Klima verlaufen", erklärte der Verhandlungsführer der Ordensspitäler, Peter Ausweger, in einer Presseaussendung. Es gebe Anlass zur Hoffnung, dass sich die Positionen weiter annähern werden. Die Gewerkschaft kündigte für den Nachmittag eine Stellungnahme an.

Vor knapp zwei Wochen hatten die Arbeitnehmervertreter mit einem Aktionstag auf ihre Forderungen aufmerksam gemacht. Sie beklagen, dass es in den vergangenen drei Jahren bereits zu Reallohnverlusten zwischen einem und 2,54 Prozent gekommen sei, und berichten von einer gestiegenen Arbeitsbelastung durch zwei Spitalsreformen. Burn-out-Fälle würden sich häufen, so Verhandlungsführerin Sonja Reitinger. Zumindest die Teuerung müsse abgegolten werden, alles andere sei inakzeptabel. Für die Gewerkschaft wäre auch eine Reduzierung der Wochenarbeitszeit von derzeit 40 auf 39 Stunden eine Alternative, was aber auf der Arbeitgeberseite auf wenig Begeisterung stößt.

Die Gewerkschaft verzichtet zwar bis zur nächsten Verhandlungsrunde am 13. Februar auf Streiks. Sie kündigte in einer Aussendung aber für morgen, Mittwoch, und Donnerstag Betriebsversammlungen in allen Häusern zur Information über das Angebot der Arbeitgeber an. Wertschätzung drücke sich auch in angemessener Bezahlung aus, betonte Verhandlungsführerin Sonja Reitinger. "Wir fordern nichts Unverschämtes, nur die Abgeltung der Teuerung."

Man habe angeboten, weiter zu jeder Tages- und Nachtzeit für Verhandlungen zur Verfügung zu stehen, so die Gewerkschaft. Sie hofft, dass sich die Arbeitgeber in der nächsten Gesprächsrunde "substanziell bewegen". "Minderheitenprogramme" wie etwa eine kostenneutrale Sabbatical-Regelung oder eine Umschichtung der Gefahrenzulagen würden den Beschäftigten nicht reichen, erklärte Reitinger. "Unsere Forderung lautet nach wie vor: Abgeltung der Teuerung oder Arbeitszeitverkürzung auf 39 Wochenstunden."

apa.at

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