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APA-Artikel 21. Jänner 2013

FP-Frigo: Arbeitszeitüberschreitungen bei ÄrztInnen im KAV

Im Prüfbericht des Kontrollamts zum Donauspitals, KH Floridsdorf und KH Rudolfsstiftung zeigten sich deutliche Arbeitszeitüberschreitungen bei den ÄrztInnen - bis zu 97 Wochenstunden im Donauspital - sowie Unterschreitungen bei den Wochenruhezeiten, macht der Wiener FPÖ-Gesundheitssprecher LAbg. Univ.-Prof. Dr. Peter Frigo aufmerksam. Einen Sonderfall stellt das Wilhelminenspital dar, wo vor allem Unterschreitungen der Wochenruhezeiten nachgewiesen wurden, da die Dienstzeiten der TurnusärztInnen teilweise erst gar nicht in das eigene EDV-System eingegeben wurden. Dies ist jedoch insofern erheblich, da bei zwei Drittel der Überschreitungen Turnusärzte betroffen sind.

Das KAV-interne EDV-System zur Dienstplangestaltung namentlich "EDV-Dienstplanpaket" scheint aus dem Ausverkauf zu stammen, sagt Frigo. Es rechnet noch mit einer 6 Tage-Woche, wo ein Tag mit 6,7 statt mit 8 Stunden abgerechnet wird. Bei Wochenarbeitszeiten und Durchrechnungszeiträumen funktioniert das System daher überhaupt nicht. Laut Prüfbericht kann damit auch eine Unterschreitung der Wochenruhezeit bei der Dienstplanung nicht festgestellt werden.

Seit 2009 verspricht der KAV ein neues Dienstprogramm. Derzeit ist im Bericht von einem mittelfristigen Projekt die Rede, der Zeitpunkt der Implementierung noch nicht absehbar. "Eine Lösung des EDV-Problems ist in der Generaldirektion des KAV offenbar kein vordringliches Thema. Doch ob mit oder ohne EDV - das Arbeitszeitgesetz muss auf Punkt und Beistrich eingehalten und darf nur in Ausnahmefällen zur Patientenversorgung aufgehoben werden", betont Frigo und fordert SPÖ-Gesundheitsstadträtin Wehsely auf, dieses Chaos sofort zu beenden.

apa.at

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